Bayern Auf Schnee folgt Eis: Kältewelle im Anmarsch

Nach den andauernden Schneefällen in Bayern kommt nun eisiger Frost. Für die kommenden Tage prognostiziert der Deutsche Wetterdienst (DWD) Dauerfrost und eisige Kälte. (Symbolbild) Foto: Armin Weigel, dpa

Nach den andauernden Schneefällen in Bayern kommt nun eisiger Frost. Für die kommenden Tage prognostiziert der Deutsche Wetterdienst (DWD) Dauerfrost und eisige Kälte.

In der Nacht können die Temperaturen auf bis zu minus acht Grad sinken. Im Süden Bayerns wird es mit bis zu minus zwölf Grad noch kälter, in diesen Regionen warnt der DWD vor strengem Frost.

Am Montag kann es noch vereinzelt schneien, überwiegend wird es in den nächsten Tagen aber sonnig. In Folge des vielen Schnees hatten einige Landkreise den Katastrophenfall ausgerufen. Im Landkreis Berchtesgadener Land wurde der Katastrophenfall nach zehn Tagen beendet, ebenso wie im Landkreis Traunstein. Zudem entspannt sich die Lawinensituation in den Alpen. Im Allgäu ist die Lawinengefahr in höheren Lagen nach wie vor erheblich, doch überall anders gilt nun die Warnstufe 2 - "mäßig".

Die Kältewelle widerspricht nach Einschätzung der Munich Re allerdings nicht dem Langfristtrend wärmerer Winter. "In Zukunft haben wir mehr milde Winter zu erwarten, auch wenn es immer wieder Kältephasen geben kann", sagte der Geowissenschaftler Eberhard Faust, Forschungsleiter für Klimarisiken und Naturgefahren bei dem weltgrößten Rückversicherer.

"Generell sind die Winter aber auch in den USA, insbesondere in der Westhälfte, milder geworden", sagte der Wissenschaftler. Im Nordosten zeigten zumindest die Tiefsttemperaturen seit vier Jahrzehnten einen Zunahmetrend. "In Mitteleuropa, insbesondere Deutschland, sehen wir, dass die Winter im Langzeittrend milder und niederschlagsreicher geworden sind, und auch die Anzahl der Frosttage abgenommen hat."

Die Munich Re dokumentiert seit Jahrzehnten Naturkatastrophen und Georisiken rund um den Globus, da dies für die Risikobewertungen der Versicherungsbranche von großer Bedeutung ist. Die Expertise der Münchner Fachleute fließt auch in die Einschätzungen des Weltklimarats IPCC ein.

 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading

Videos