Bayern als "gallisches Dorf"?

Söder glaubt nicht an Scheitern der Ampel-Verhandlungen


Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

Von mit Material der dpa

CSU-Chef Markus Söder glaubt nicht mehr an ein Scheitern der Koalitionsverhandlungen von SPD, Grünen und FDP in Berlin.

"Ich gehe fest davon aus, dass wir jetzt eine Ampel bekommen", sagte der bayerische Ministerpräsident am Mittwoch in München. Das Wahlergebnis und den Wunsch nach einer neuen Ausrichtung der Politik im Bund müsse man respektieren. Letztlich sei die Niederlage der Union bei der Bundestagswahl Ende September nicht unerwartet gekommen. "Das hat sich abgezeichnet."

Die neue Regierung müsse sich nun dafür einsetzen, dass die Leistungsfähigkeit der deutschen Wirtschaft trotz steigender Energiepreise erhalten bleibe, betonte Söder. Auch die Entwicklungen bei der Inflation und der allgemeinen Preisentwicklung erforderten eine schnelle Reaktion der Bundesregierung. Der Süden Deutschlands müsse als "Leistungsherz" der Bundesrepublik erhalten bleiben. Bayern sei dann das einzige "ampelfreie" Bundesland in Deutschland, nur hier sei keine der drei potenziellen neuen Regierungsparteien an der Macht. Diese Rolle als "gallisches Dorf" werde Bayern mutig und verantwortungsvoll wahrnehmen.