Batteriezellen aus Erfurt und Südkorea BMW: Milliardenschwerer Auftrag für E-Mobilität

Der bayerische Autokonzern BMW arbeitet weiter daran, seine elektronische Sparte auszuweiten. (Symbolbild) Foto: Sina Schuldt/dpa

BMW investiert intensiv in die Elektromobilität. Die bereits bestehende Zusammenarbeit mit einem Erfurter Batteriezellenhersteller und dem südkoreanischen Tech-Riesen Samsung wird dazu deutlich ausgeweitet, erklärte der Konzern am Donnerstag, den 21. November, in einer Pressemitteilung.

Demnach ist der Auftrag für das Erfurter Batteriezellen-Werk "Contemporary Amperex Technology Co. Limited" (CATL) aus Erfurt statt "nur" vier Milliarden jetzt mehr als sieben Milliarden Euro schwer. Das Werk befindet sich momentan noch im Bau, BMW wird der erste Kunde sein. Der Vertrag soll bis 2031 laufen. 

Der bayerische Auto-Konzern hat zudem einen Langzeit-Liefervertrag mit dem südkoreanischen Technologie-Titanen Samsung geschlossen, der fast drei Milliarden Euro umfasst und ebenfalls bis 2031 läuft. „Damit sichern wir langfristig unseren Bedarf an Batteriezellen", erklärte BMW-Vorstand Dr. Andreas Wendt am Donnerstag bei einem Lieferantentag in Seoul. Jede Batteriegeneration werde an den technologisch und betriebswirtschaftlich führenden Hersteller vergeben, so habe man stets Zugang zur besten verfügbaren Technologie.

Angeblich ab 2021 keine "seltenen Erden" mehr

Die für die Batterieproduktion benötigten Schlüssel-Rohstoffe Kobalt und Lithium will BMW selbst direkt bei Minen in Australien und Marokko einkaufen, um sie dann CATL und Samsung zur Verfügung zu stellen. Allerdings wolle man mit der "fünften Generation" der Elektromotoren ab 2021 komplett auf den Einsatz von seltenen Erden verzichten, hieß es in der Pressemeldung.

Die hausinterne Fertigung der E-Auto-Batterien erfolgt unter anderem auch im BMW-Werk Dingolfing. Am 14. November hat das Unternehmen zudem sein „Kompetenzzentrum Batteriezelle“ in München eröffnet, dessen Ziel es sein soll, die Technologie der Batteriezelle voranzutreiben und Produktionsprozesse zu verbessern. Dort sollen bis zu 200 Mitarbeiter beschäftigt werden, rund 200 Millionen Euro will BMW in den Standort investieren. 

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