Barmer Kinder und Jugendliche mit seelischen Problemen

Immer mehr Kinder und Jugendliche in Bayern leiden einer Studie zufolge unter Depressionen. Foto: Sina Schuldt, dpa

Angststörungen, Depressionen, Zwänge: Nicht alle Kinder und Jugendlichen wachsen unbeschwert auf. Die Zahl derjenigen, die von Psychotherapeuten behandelt werden, nimmt kontinuierlich zu - und Corona dürfte das verstärken.

Die Zahl der Kinder und Jugendlichen in Bayern, die unter seelischen Problemen leiden und eine Psychotherapie machen, nimmt nach Daten der Krankenkasse Barmer beständig zu. Innerhalb von elf Jahren ist die Zahl der jungen Patientinnen und Patienten im Freistaat um rund 90 Prozent gestiegen, wie die Deutsche Presse-Agentur vorab aus dem aktuellen Barmer-Arztreport erfuhr.

Demnach benötigten im Jahr 2019 rund 123 800 bayerische Kinder und Jugendliche psychotherapeutische Hilfe. "Sozialer Stress und wachsende Leistungsanforderungen können Gründe sein, weshalb sich junge Menschen häufiger unter Druck gesetzt fühlen, was ihnen buchstäblich auf die Seele schlägt", erläuterte Barmer-Landesgeschäftsführerin Claudia Wöhler.

Die Corona-Pandemie dürfte die Situation noch verschärfen. Allein im ersten Halbjahr 2020 stieg der Kasse zufolge die Zahl der bayerischen Heranwachsenden unter 25 Jahren, die psychotherapeutisch behandelt wurden, gegenüber dem Vorjahr um 6,5 Prozent auf fast 50 000 an. Im Vergleichszeitraum der ersten Halbjahre 2018 und 2019 betrug der Anstieg nur 1,5 Prozent. Die Barmer, eine der größten Krankenkassen in Deutschland, hat für ihren Arztreport die Daten ihrer Versicherten auf die Bevölkerungszahl im Freistaat hochgerechnet.

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