37 Fälle des Bankrotts, zum Teil in Tateinheit mit Untreue. Zwei Fälle des Betrugs sowie vorsätzliche Insolvenzverschleppung in zwei weiteren Fällen. Es ist eine umfangreiche Sammlung, die die Staatsanwaltschaft Regensburg einem ehemaligen Straubinger Bauunternehmer vorwirft. Das Amtsgericht Regensburg urteilte nun über den Fall.

Als "GmbH-Sarg" bezeichnete Rechtsanwältin Monika Igo-Kemenes im Mai 2017 gegenüber unserer Redaktion die Briefkästen in der Antonienstraße 43/44 in Berlin. Kurz zuvor hatte das Landgericht Regensburg ihren Mandanten, einer Familie aus Rattiszell (Kreis Straubing-Bogen) Schadensersatz im sechsstelligen Bereich zugesprochen. Als nach dem Urteil der Gerichtsvollzieher bei der offiziellen Firmenadresse des Beklagten in Berlin vorstellig werden wollte, fand er dort jedoch keinen Firmensitz. Fast 50 Firmen waren laut northdata.de bereits auf diese Adresse gemeldet. Auffällig dabei: Ein Großteil wurde wenige Monate nach der Ummeldung aufgelöst.

Auch ein Bauunternehmen aus Straubing, die 2012 gegründete Bavaria Plus Energiehaus GmbH, firmierte ab November 2016 unter besagter Adresse.