Seit Start des Probebetriebs auf der Bahnstrecke Viechtach-Gotteszell war der Bahnübergang in Grandmühle, Gemeinde Geiersthal, nur mit Andreaskreuzen gesichert. Die Folge: Die Waldbahn musste auf zehn Stundenkilometer abbremsen und - für die Anwohner besonders um vier Uhr morgens störend - drei Mal laut pfeifen. Das ist nun vorbei. Am Freitag um 10.50 Uhr wurde die neue Schrankenanlage in Betrieb genommen, Lichtzeichen und Halbschranken sichern nun den Bahnübergang. Rund eine halbe Million Euro habe man investiert, erklärt Kurt Schwab, von der Abteilung Infrastruktur der Länderbahn. Die Kosten teilen sich zu einem Drittel die Länderbahn, die Gemeinden Geiersthal und Teisnach sowie der Freistaat. Zwei Monate arbeiteten die Firmen Scheidt & Bachmann sowie Spie SAG unter Projektleiter Martin Tax am Bahnübergang. Der Bau, der eigentlich Ende Oktober hätte abgeschlossen werden sollen, hat sich etwas verzögert, da ein Steuerkabel nicht lieferbar war.

Deutet der Bau der neuen Schrankenanlage schon auf einen Dauerbetrieb hin? In den Worten des Länderbahn-Geschäftsführer Wolfgang Pollety: "Wir investieren weiter in diese ganz besondere Strecke, um unseren Beitrag für einen dauerhaften Betrieb zu leisten." Schwab betont aber, dass die Schranke schon alleine aus Sicherheitsgründen ohnehin gekommen wäre. Die Straße - immerhin ein Zubringer zum Teisnacher Werk von Rohde & Schwarz - ist stark frequentiert. An einem Tag wurden 1.700 Autos gezählt, hätte man noch den ersten Schichtwechsel mitgenommen, man wäre über 2.000 gekommen. Der nächste Bahnübergang, der aufgerüstet wird, wird der am Teisnacher Kreisverkehr sein. 2021 will man in die Planung einsteigen, 2022 soll es losgehen.