Bahn-Konkurrenz Flixtrain startet nach sechs Monaten mit vergrößertem Netz

, aktualisiert am 11.05.2021 - 09:06 Uhr
Blick auf einen Großraumwagen des Unternehmens Flixtrain. Foto: Marius Becker/dpa/Symbolbild/dpa

Seit einem halben Jahr stehen die Züge von Flixtrain still. Denn der private Bahn-Konkurrent fährt nur, wenn es sich rechnet. Nun kehrt der Optimismus zurück.

Der Bahn-Konkurrent Flixtrain will von nächster Woche an wieder fahren. Dabei nimmt das Unternehmen weitere Fernstrecken in sein Netz auf und steuert ab Juni auch München an, wie am Dienstag angekündigt wurde. "Wir wollen ein deutschlandweites alternatives Angebot aufbauen, alle Ballungsräume sind nun angeschlossen", sagte Flixmobility-Chef André Schwämmlein. Verglichen mit der bundeseigenen Deutschen Bahn ist das Angebot aber noch klein: Mit neun grünen Zügen tritt Flixtrain allein gegen mehr als 300 ICE an.

Vom 27. Mai an fährt Flixtrain bis zu acht mal am Tag zwischen Leipzig, Berlin und Hamburg. Zwischen den beiden größten deutschen Städten fahren seit dem Winter die ICE der Deutschen Bahn tagsüber durchschnittlich alle halbe Stunde. "Wir passen in den Halb-Stundentakt", sagte Schwämmlein, der seine Züge dort auch bei der Reisezeit auf Augenhöhe mit den ICE sieht.

Erstmals fahren die Züge auch von und nach München. Vom 17. Juni wird eine Nachtverbindung München, Berlin, Hamburg angeboten, wobei aber keine Schlaf- oder Liegewagen geplant sind. Einen Tag später startet eine Tagverbindung zwischen der bayerischen Landeshauptstadt und Frankfurt über Augsburg und Aschaffenburg.

Flixtrain ist die Eisenbahn-Marke des Unternehmens Flixmobility, das vor allem durch die Fernbus-Marke Flixbus bekannt wurde. Die Züge stehen wegen der Corona-Pandemie seit November still. Auf den Strecken Hamburg-Köln und Berlin-Köln soll der Betrieb am 20. Mai wieder beginnen, Berlin-Stuttgart soll im Laufe des Juni folgen.

Insgesamt stehen dann etwa 40 Städte auf dem Fahrplan - das sind ungefähr so viele wie bei Flixbus. Vor der Pandemie hatten die grünen Busse zehn mal so viele Städte angesteuert. Wie beim Bus kauft Flixmobility auch beim Zug keine eigenen Fahrzeuge, sondern beschränkt sich auf die Netzplanung und die Vermarktung. Den Betrieb der Züge leisten Partnerunternehmen.

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