Bad Kötzting Ein echtes Heimatfest

Das Pfingstfest 2019 kann kommen: Kurdirektor Sepp Barth, Festwirt Matthias Strauß und Bürgermeister Markus Hofmann sehen der Fünften Jahreszeit in Bad Kötzting mit großer Freude entgegen. Foto: Franz Amberger

Volksfeste gibt es viele, das Bad Kötztinger Pfingstfest nur einmal. Ist es doch ein Heimatfest, das aus der Tradition kommt und eine Brücke in die Moderne schlägt. Für die Stadt Auftrag und Verpflichtung, zusammen mit dem Festwirt alles zu tun, damit dieser Anspruch auch in Zukunft gewahrt bleibt.

Bei der Vorstellung des Programms für die Pfingstfestwoche 2019 legten Bürgermeister Markus Hofmann und der Further Dimpflbräu Matthias Strauß denn auch großen Wert auf das gute Miteinander, das heuer zum fünften Mal praktiziert wird. Ein besonderer Aspekt dabei ist das 70-jährige Bestehen des Volksfestes, das man entsprechend feiern will.

Feuerwerk mit Musik

So gibt es heuer nach vier Jahren Pause wieder ein Feuerwerk. Es wird am zweiten Festsonntag um 22.30 Uhr auf der Amberger-Insel abgebrannt. Im Unterschied zu seinen Vorgängern erlauben die Abstandsflächen eine Abschusshöhe von maximal 60 Metern, so dass man das Spektakel aus der Ferne kaum wahrnehmen wird. Dafür werden die pyrotechnischen Effekte mit passender Musik aus Klassik und Moderne untermalt. Wer also in den vollen Genuss der Darbietung kommen möchte, sollte das Feuerwerk im Umfeld des Volksfestplatzes verfolgen. Übrigens: Die Kosten für das Spektakel teilen sich Stadt und Festwirt.

Dem Jubiläum wird bereits beim Einzug am Pfingstsamstag Rechnung getragen: 70 Kinder aus den Jahrgangsstufen 3 und 4 bringen Teile aus dem Kinderfestzug auf die Straße: Blasmusik und Festkapelle, Festwort und Bedienungen, zwei Pfingstbrautpaare und ein Jubelpaar sowie Besucher der Pfingsthochzeit reihen sich ein, dazu ein von Ponys gezogener Mini-Bierwagen. Apropos Einzug: Auch wenn beim Pfingstfest in Bad Kötzting nur ein Zelt und eine Brauerei im Spiel sind, werden fünf Bierwägen, sieben Kutschen, drei Festwägen sowie sieben Spielmannszüge und Musikkapellen aufgeboten.

Vier neue Festkapellen

Das Festzelt kommt heuer von einem neuen Lieferanten aus Erding, die Maße sind identisch mit dem bisherigen, ebenso die transparenten Wände. Bei Bedarf kann das Zelt beheizt oder belüftet werden.

Im Musikprogramm gibt es vier neue Festkapellen: Die "Wilderer" ersetzen am Dienstag die "Hexen", am zweiten Samstag spielt die Kultband "Topsis" auf, am 2. Sonntag das "Grenzland-Quartett" und zum Ausklang am Montag die "Stoapfälzer Spitzbuam". Am Bayerwald-Gstanzl-Singen wirken wieder der Bäff und Renate Meier mit. Der Rest ist gesetzt: das Eröffnungswochenende inklusive Wunschkonzert am Pfingstsonntag mit der Kapelle "Weißblau Königstreu", der Mittwoch mit den "Troglauer Buam", der Tag der Städte und Gemeinden mit den Perlhütter Musikanten und der Tag der Betriebe mit der Kapelle Josef Menzl. Die Beschallung erfolgt nach dem bewährten Konzept, die Lautstärke wird wie immer per Limiter begrenzt.

Bierpreis unschlagbar

An der Ausstattung des Festzeltes mit Boxen und Biergarten ändert sich nichts. Und für die Sicherheit trägt wie gewohnt die Stadt Sorge, ebenso für die Einrichtung der Buslinien. Mehr Service für die Besucher geht kaum.

Am Ausschank sind ausschließlich Profis am Werk: Sie gewährleisten, dass das speziell eingebraute, naturbelassene Pfingstfestbier mit gepflegter Schaumkrone in die Krüge kommt. Den Rest besorgt das 36-köpfige Serviceteam. Als Partner von Festwirt Matthias Strauß sind wieder die Festküche von Andreas Schreindorfer, die Weißbier-Olm, das Weißbierkarussell und die Zinnober-Cocktailbar mit dabei.

Mit 7,40 Euro ist der Bierpreis für ein Fest dieser Größe und Güte kaum zu unterbieten. Das zeigt schon ein Blick auf die Nachbarstädte: In Roding etwa kostet die Mass heuer 7,70 Euro, in Cham gar 8,30 Euro.

Aiwanger reitet mit

Gemessen an den Platzverhältnissen wird auch der Volksfestplatz wieder üppig ausgestattet sein. Unter den insgesamt 29 Schaustellern sind nicht weniger als zehn Fahrgeschäfte, darunter das Riesenrad. Besonders familienfreundlich: Zum Kindernachmittag am Mittwoch und zum Festausklang gibt es Ermäßigungen.

Entgegen seiner Zusage beim Rosstag 2018 wird Ministerpräsident Markus Söder an diesem Pfingstmontag nicht nach Bad Kötzting kommen. Dafür hat sein Stellvertreter Hubert Aiwanger auf Einladung der Stadt zugesagt. Wie schon 2017 wird er auch wieder am Pfingstritt teilnehmen.

Wie zuletzt alle Jahre stark vertreten beim Kötztinger Pfingstritt ist die Geistlichkeit: Neben den ehemaligen Offiziatoren Eldivar Pereira Coelho und Markus Ertl werden sich auch die Kapläne Thomas Meier und Christian Blank in die Schar der betenden Reiter einreihen, dazu Pfarrer Peter aus Grafenwiesen und Pfarrer Karl-Heinz Seidl, der seinen 11. Pfingstritt als Further Stadtpfarrer bestreitet und damit in die Fußstapfen seines unvergessenen Vorgängers Sebastian Werner tritt.

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