Den Frühling sehnen die Menschen herbei und versuchen mit Feuer und Musikinstrumenten die "kalte Brut" auszutreiben. Schon ist es fast gelungen dem aufblühenden Frühling Platz zu schaffen, als auch Plagen, Pest und Tod als weitere Hemmschwellen zu einem Frühlingserwachen vertrieben werden müssen.

Der Pfingstl ist die zentrale Figur im Straßentheater der Bad Kötztinger Festspielgemeinschaft. Johannes Reitmeier, der berufsbedingt nur am Sonntag vor Ort sein konnte, hatte das aus der Feder von Karl B. Krämer stammende Spiel umgearbeitet und ihm eine neue Fassung mit geänderten Texten gegeben. Das Frühjahr setzt sich schließlich durch und der Pfingstl, Sinnbild für Fruchtbarkeit und Wachstum, steht in der Mitte einer freudigen und Blumen tragenden Menschenmenge - das aufblühende Leben hat symbolisch Einzug gehalten. Tolle Masken und ausdrucksvolle Kostüme in einem ausgezeichneten Ambiente aufgeführt zeichneten dieses kurzweilige Straßentheater aus, das an beiden Vorstellungstagen von zahlreichen Zuschauern verfolgt wurde. Langanhaltender Beifall war dann auch Ausdruck für einen äußerst gelungen Beitrag der Bad Kötztinger Festspieler am Samstag- und Sonntagabend. Und auch das Wetterglück war ihnen zudem an beiden Tagen hold und ließ die beiden Aufführungen bei perfekter Witterung ablaufen. Unter den Gästen am Sonntagabend war unter anderem auch das Pfingstbrautpaar, Bürgermeister Markus Hofmann und Regisseur Johannes Reitmeier.