Aussprache WTO: Wieder scharfer Schlagabtausch zwischen USA und China

Container werden im Hafen von Savannah auf ein Schiff verladen. Nach dem Zoll-Rundumschlag von US-Präsident Trump brennt es in der Welthandelsorganisation (WTO) in Genf an allen Ecken und Enden. Foto: Stephen B. Morton/dpa

Genf - Die USA und China haben ihren Handelsstreit mit scharfen gegenseitigen Attacken in der Welthandelsorganisation (WTO) fortgesetzt.

US-Botschafter Dennis Shea wies in Genf Vorwürfe Chinas zurück, die USA seien wegen der verhängten Zölle "das Epizentrum der tiefen Krise im multilateralen Handelssystem".

"Die Ursache der Krise ist, dass Chinas handelsverzerrendes, nicht marktwirtschaftlich orientiertes Handelsregime mit einem offenen, transparenten, vorhersehbaren internationalen Handelssystem grundlegend nicht vereinbar ist", sagte Shea.

Der Vertreter Chinas antwortete laut Redemanuskript: "China weigert sich, als Sündenbock und Ausrede für Unilateralismus und Protektionismus herzuhalten." Die USA sollten die Regeln des internationalen Handels beachten, statt mit dem Finger auf andere zu zeigen.

Bei der Aussprache in der WTO ging es um die Überprüfung der US-Handelspolitik. Jedes Land muss regelmäßig Leitlinien und Maßnahmen seiner Handelspolitik vorlegen und sich den Fragen der anderen WTO-Mitglieder stellen. Der Vertreter Chinas beschwerte sich laut Redemanuskript, dass die USA die Aussprache für Attacken auf China nutzten. Es gehe um die USA, China beantworte Fragen zu seiner eigenen Politik gerne zu einem anderen Zeitpunkt.

 

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