Es scheint, dass ich mir von jedem Urlaub eine kleine Sache mitbringe, die sich negativ auf meine Gesundheit auswirkt. Letztes Mal war es eine Lebensmittelvergiftung, dieses Mal war es die Krankheit schlechthin, die man sich holt, wenn man schon mal in Ghana ist: Malaria. Etwa eineinhalb Wochen nach der Ankunft in Kaleo habe ich Fieber bekommen. Nicht so schlimm, da haut man sich eine Paracetamol und eine Ibo 400 rein, dann geht das schon wieder, kein Grund ins Krankenhaus (das ersetzt hier den in Deutschland üblichen Hausarzt)zu gehen. Als mir dann untertags neben dem hier nahezu allgegenwärtigem Durchfall, gelegentlich noch übel wurde und ich vor dem Einschlafen Schüttelfrost bekam, hatte ich alle Malariasymptome beisammen und so blieb mir nichts anderes, als am nächsten Tag doch ins Krankenhaus zu schauen. Dort wurde dann meine Befürchtung bestätigt. Als mir die Krankenschwester nach dem Malaria-Schnelltest mit besorgtem Blick mitteilte, dass ich Malaria habe, habe ich mich sogar ein klein wenig gefreut, dass es mich jetzt endlich, nach fast halbjähriger Wartezeit auch erwischt hat und ich von mir jetzt auch behaupten könnte zu den „glücklichen“ Auserwählten der Mücken gehören zu dürfen. Doch glaubt mir, diese Euphorie hält nicht lange an! Um euch jetzt unschöne Details zu ersparen, fasse ich Malaria nur ganz knapp zusammen: Für mich war es bis jetzt das Schlimmste, was ich jemals hatte. Eine gewöhnliche Grippe ist nichts dagegen. Ich lag nur im Bett und hatte nicht mal die Kraft aufs Handy zu schauen. Dazu kam noch eine ebenfalls schreckliche Nebenwirkung des Malaria Medikaments: Ich wurde für kurze Zeit taub. Natürlich nicht ganz, aber fast. Es fühlte, oder beziehungsweise, es hörte sich an, als ob mir jemand Oropax in die Ohren steckt. Also alles in Allem: Falls ihr mal in eine Malariaregion kommen solltet, hofft nicht, dass ihr Malaria bekommt.  Witzigerweise  haben neben mir noch acht andere Freiwillige nach dem Seminar an der Küste Malaria bekommen, also die Chancen stehen gut, dass die Mücken dort so böse waren.  Jetzt geht es mir wieder gut und ich bin gesund. Also fast. Es hat hier letzte Woche wieder einen Wetterumschwung gegeben. Was heißt das? Das Wetter ist von leicht bewölkt und Temperaturen um die 30-35 Grad auf unerbittlich brüllenden Sonnenschein bei 40 Grad plus umgeschwungen. Dies hat das Ende der Harmattan Saison und somit den Anfang der Hitze-Phase eingeläutet. Ob man’s glaubt oder nicht, aber die Leute werden hier auch von Hitze krank. So auch ich. Mal wieder. Seit ein paar Tagen nehme ich wieder fleißig Antibiotika und hoffe, dass mein Schupfen und die daraus resultierende Mandelentzündung bald wieder verschwinden.