Ostern ist knapp einen Monat vorbei und jetzt finde ich endlich mal wieder Zeit, mich meinem Blog zuzuwenden. Was ist passiert? Viel! Ostern an sich war relativ unspektakulär, Julius und ich verbrachten den Ostersonntag bei unserer Mama Monica. Wir haben dort zwei Hähnchen geschlachtet (eines davon habe ich selber in Wa gekauft und es auf dem Motorrad bis nach Kaleo gefahren; ich habe es Hubert getauft) und diese hab ich ganz in deutscher Manier gegrillt. Der Ostermontag ist in Ghana der eigentliche Feiertag. Traditionell gibt es überall in Ghana an diesem Tag ein Osterpicknick. Das ganze Dorf versammelt sich dann an einem großen Platz und es wird gemeinsam gegessen, getanzt und Spiele gespielt.

Obwohl Ostern schnell vergangen ist, war mir auch danach nicht lange langweilig, denn ein paar Tage darauf kam der langersehnte Besuch von Kathi und Lukas, den zwei Freiwilligen vom sfd aus der Volta-Region. Die ersten paar Tage verbrachten wir sehr ruhig, da sich die beiden erst mal an das Wetter in Upper-West gewöhnen mussten (ja, innerhalb von Ghana gibt es gewaltige Temperaturunterschiede).

Ausgerechnet an den ersten Tagen ihres Besuchs, hatten wir über Nacht einen langen Stromausfall. Das klingt jetzt an sich nicht so schlimm, aber man muss bedenken, dass ohne Strom auch kein Ventilator funktioniert und es ohne Ventilator in der Nacht hier einfach nur die Hölle ist! Neben dem ausgiebigen Ausruhen verbrachten wir die Tage mit kleineren Tagesausflügen, wie zum Beispiel nach Sankana (einem Dorf in der Nähe mit einem schönen Markt und einem noch schöneren Damm), nach Wa oder nach Wechiau um die Hippos zu besichtigen. Natürlich haben wir auch das wichtigste gemacht, was man in Upper-West machen muss: Hund gegessen (NEIN, NICHT LANDSHUT!). Ich wurde eher in meiner Sichtweise unterstützt, dass Hund ein sehr gutes Fleisch ist (für mich sogar ungelogen das beste Fleisch).

In den ersten drei Tagen kam es auch zu einer Tragödie. Landshut, mein kleiner Hund ist gestorben…an was genau weiß ich bis heute nicht. Am Tag der Ankunft von Kathi und Lukas hat er angefangen sich komisch zu verhalten, war aggressiv und lag den ganzen Tag nur rum. Als das am nächsten Tag nicht besser wurde, fuhren wir nach Wa um uns beim Vetenarian Office Rat zu holen. Diese gaben uns ein Anti-Zeckenmittel und einen Entwurmer, welchen wir Landshut verabreichten. Als es ihm am nächsten Tag aber noch schlechter ging, sind Kathi und ich mit dem Hund wieder nach Wa ins Veterarian Office gefahren. Dort ist er aber nach einer halben Stunde bangen leider auf dem Behandlungstisch gestorben…wirklich Schade, denn ich hatte diesen kleinen Hund wirklich ins Herz geschlossen.