Auslandsblog Eintrag 3: Wie sieht eigentlich ein Au-pair-Alltag aus? - 28. April 2017

Grundsätzlich unterscheiden sich natürlich die Aufgaben und Tätigkeiten eines Au-pairs abhängig von der Familie und dem Land, dennoch sieht es bei meinen Au-pair-Freundinnen ähnlich aus.

Ich beginne morgens circa um Viertel nach sieben, wenn ich die Küche gehe und das Frühstück für uns alle mache. Danach bringe ich meinen kleinen Jungen (sieben Jahre) zur Schule, die gerade mal zwei Minuten zu Fuß von unserem Haus entfernt ist. Er ist bereits in der holländischen vierten Klasse, denn in den Niederlanden beginnt man die Schule bereits im Alter von vier Jahren. Meine große Zwölfjährige fährt immer alleine zur weiterführenden Schule. Nur manchmal hole ich sie mit dem Auto ab oder bringe ihr noch schnell die zu Hause vergessenen Hausaufgaben.

Danach habe ich erst einmal bis drei Uhr nachmittags frei, meistens fietse (= Fahrradfahren auf Niederländisch) ich aber noch ein paar Mal die Woche für uns zum nahegelegenen Supermarkt, um einzukaufen. Außerdem besuche ich ein bis zwei Mal die Woche die Sprachenschule, in der ich Niederländisch lerne.

Zweimal die Woche hole ich den Kleinen schon um zwölf Uhr von der Schule. Meistens nehme ich auch gleich einen Spielkameraden mit zu uns nach Hause. Dort spielen wir alles von Nerf-Gefechten bis Schach, von Fußball bis Verstecken im Garten oder Haus. Einmal die Woche fahre ich ihn und zwei seiner Freunde auch zum Fußballtraining mit dem Auto. Das finde ich mittlerweile besonders schön, da wir uns im Auto über alles Mögliche unterhalten, natürlich auf Niederländisch, und ich es so faszinierend finde, was Kinder in diesem Alter so alles beschäftigt und wovon sie träumen. Am Anfang waren sie immer laut im Auto und haben sich einmal sogar geschlagen, aber inzwischen sind sie sehr lieb und ruhig geworden.

Meine Große kommt meistens erst kurz vor dem Abendessen nach Hause. Dann hilft sie mir gerne beim Kochen oder wir quatschen über Schule, Freunde und Klamotten, alles eben was für einen Fast-Teenager immens wichtig ist.

Trotz meinen Tätigkeiten als Au-pair bleibt mir noch viel Freizeit, in der ich am liebsten mit Freunden in andere Städte fahre, ins Kino und ins Museum gehe, Modern-Jazz in einer Ballettschule tanze und die holländische Natur und das Meer fotografiere.

Ich liebe mein Au-pair-Leben sehr, da man einerseits eine schöne und verantwortungsvolle Arbeit und ein zweites Zuhause in der Familie hat und einem andererseits doch sehr viel freie Zeit zur Verfügung steht, um mit neuen Freunden ein anderes Land zu erkunden. Und ganz nebenbei sammelt man enorm viel Erfahrung im Ausland und lernt die Kultur und Sprache des Landes kennen.

 
 

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