Auslandsblog Eintrag 17: Oh Tannenbaum, wie grün ist dein Weihnachten? (1. Dezember 2019)

Worum geht es an Weihnachten wirklich? Geschenke, das Neueste vom Neuesten – oder endlich mal wieder Zeit mit den Liebsten verbringen und Ruhe und gutes Essen genießen? Die Antwort scheint ja eindeutig zu sein und trotzdem geht der Kaufrausch mit dem aus den USA importierten Black Friday erst so richtig los. Natürlich ist es schön, viele glitzernde Pakete unter dem festlich geschmückten Christbaum zu sehen und mitzuerleben, wie sich der oder die Beschenkte freut. Doch die Aufregung und Vorfreude aus den Kindertagen bleibt aus. Ich nehme immer gerne das Beispiel aus den Niederlanden: Dort gibt es nur für die Kinder an Nikolaus (in den Niederlanden: Sinterklaas) Geschenke und Weihnachten wird ganz ohne Geschenke im Kreise der Familie mit reichlich Essen gefeiert – meistens jedenfalls.

„Feed the world let them know it’s Christmas time…“ - Band Aid

Da ich meine Liebsten natürlich auch gerne eine kleine Freude machen will und ich oft keine Zeit für sie habe, schenke ich vor allem Zeit. Also genauer gesagt einen Essensgutschein oder gemeinsames Kochen. Ich selbst wünsche mir nur noch nachhaltige Geschenke von anderen und habe in den vergangenen Jahren so zum Beispiel einen wiederverwendbaren Kaffeebecher, ein veganes Kochbuch oder auch Spendenquittungen bekommen.

„Hey hey I saved the world today…” - Eurythmics

Würde jeder auf der Welt so leben wie Deutschland, bräuchten wir laut Berechnungen der Forschungsorganisation Global Footprint drei Erden. Da wir aber gerade an Weihnachten eine gerechtere und friedvollere Welt anstreben, bedeutet das im Umkehrschluss, dass wir zu viele Ressourcen verbrauchen und dringend unseren Lebensstil überdenken und ändern müssen – vor allem, da mehr nicht glücklicher macht. Jeder kann dieses Weihnachten schon etwas dazu beitragen, indem er oder sie nachhaltig kauft und schenkt.

 

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