Auslandsblog Eintrag 14: Challenges, friendships and familiar faces – 3. April 2017

Der erste der vier Schulabschnitte des Schuljahres in Neuseeland beginnt mit großartigen, lustigen Herausforderungen, neuen Freundschaften und wieder vereinten bekannten Gesichtern.

Mein erstes, durch einen Feiertag bedingt, verlängertes Wochenende verbringe ich zusammen mit meinem Mitbewohner in der Gegend des Mount Cook. Ich campe am Lake Tekapo, besichtige von dort den Zweitsitz des Mount John Observatoriums, mache eine kleine Wanderung auf den Mount John und springe anschließend, wieder unten angekommen, als kleine Herausforderung in den unglaublichen kalten Lake Tekapo.

Den darauffolgenden Tag wandere ich ein zweites Mal um die Gletscherseen des Mount Cook und bin sprachlos, als mein Mitbewohner wirklich in genau diesem Gletschersee für einen kurzen Augenblick baden geht. Seine Idee dahinter ist, auf den Klimawandel aufmerksam zu machen indem man in Gletscherseen für ein paar Sekunden badet. Die Gletscher sind aufgrund der globalen Erwärmung geschmolzen und nur dadurch sind sie überhaupt zu Gletscherseen geworden. Meine Anerkennung hat er!

Ein paar Wochen später werde ich zum BBQ auf einer Farm von Freunden eingeladen und lerne dadurch nebenbei ein paar Dänen, Deutsche und Neuseeländer kennen. Denn eines mögen unterschiedliche Menschen aus unterschiedlichen Ländern alle – Essen! Liebe geht eben durch den Magen – und Freundschaft auch! Wir verbringen gemeinsam einen großartigen Abend und haben auf der Farm neben Hunden, Pferden und Schafen unvergessliche Konversationen bis in die frühen Morgenstunden.

Nach einem tollen Abend nähert sich dann schon bald mein Zwischenseminar von meiner Auslandsorganisation aus Deutschland und so sehe ich bekannte Gesichter aus meiner Organisation, dem IB, wieder und lerne viele Freiwillige des IJGD, einer anderen Auslandsorganisation, kennen. Einige Freiwillige arbeiten in Hohepa, was in Neuseeland in Auckland, Napier, Wellington und Christchurch verstreut liegt, im Reit-Therapiezentrum oder eben im Hurunui College, wo ich eingesetzt bin. Wir alle haben etwas gemeinsam, denn wir alle machen einen ehrenamtlichen Freiwilligen-Dienst in Neuseeland, selbstständig und weit weg von zu Hause – und das schweißt zusammen! Das Zwischenseminar verbringen wir außerdem in der wunderschönen Gegend von New Plymouth mit seinem Mount Taranaki und außerdem direkt am Meer. Dort können wir viel reflektieren, über unsere Erfahrungen sprechen, um Rat fragen und Neues dazulernen. Wir haben ein gutes Programm, in dem wir ebenfalls selber mit planen dürfen. Wir haben auch zwei tolle Leiter, die es sogar schaffen, trockenere Themen interessanter zu gestalten.

Auf mein Zwischenseminar folgt dann mal wieder ein verlängertes Wochenende. Aber nicht nur irgendein verlängertes Wochenende, sondern das verlängerte Wochenende, in welchem ich meine Familie für eine kurze Zeit endlich wieder sehe. Wir fahren mit dem Wohnmobil hoch zur Golden Bay. Wir wachen im Hostel Shambala zu einer Meditation und anschließendem Yoga auf, besuchen das Wholemeal Cafe in der Hippie-Stadt Takaka geschlagene zwei Mal – glaubt mir, wenn ihr da einmal wart, wollt ihr immer wieder hin – und verbringen entspannte Tage am Pahara Beach und Tata Beach der Golden Bay. An einer Tour der Erdnussbutter Fabrik Pic’s in Nelson nehmen wir an meinem letzten Tag des verlängertes Wochenendes natürlich ebenfalls teil. Normalerweise mag ich wirklich keine Erdnussbutter aber diese Marke hat es mir seit Neuseeland wirklich angetan. Das schönste an all diesen Aktivitäten war jedoch, sie zusammen mit meiner Familie zu machen und wunderschöne, tiefgründige Gespräche mit meiner Schwester zu haben.

Es war ein guter Grund für meine Familie, in Neuseeland zu reisen und für mich eine tolle Möglichkeit den Besuch von ihnen zu bekommen. Es ist eine kurze und schöne Zeit mit ihnen, die aber eben auch vorbei geht. Jetzt freue ich mich aber jedoch auf meine noch bevorstehenden Monate in Neuseeland. Die Zeit geht viel schneller vorbei, als ich gedacht hätte. Vielleicht ein bisschen zu schnell. Deshalb will ich jede einzelne Minute meiner letzten Zeit in Neuseeland wahrnehmen und genießen und so wenig wie möglich davon jemals vergessen.

Ich kann nur jedem, der die Möglichkeit hat, einen Freiwilligendienst im Ausland zu machen, dazu raten, diese Chance zu nutzen. Es ist die – bis jetzt – beste Zeit meines Lebens!

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