Auslandsblog Eintrag 3: Die ersten Wochen in der Sonne (17. Januar 2019)

Sommer, Sonne, Sonnenschein. Drei Wörter, die Florida wohl am besten beschreiben. Ich hatte kaum eine Woche Zeit, den Sommer noch zu genießen, bis die Schule am 15. August anfangen würde. Aber auch diese paar Tage waren vollbepackt mit verschiedenen Unternehmungen: Arztbesuch, Schulregistrierung, Fächerwahl, Probetraining/Aufnahmeprüfung für eine Ballettschule, Journey/Def Leppard-Konzert und dann die letzten Vorbereitungen für mein Schuljahr.

Die Schule, auf die ich gehe, "Cypress Bay High School", gehört mit 5000 Schülern zu den größten High Schools in Florida. Dementsprechend gibt es auch eine große Auswahl an Fächern. Man wählt acht Fächer, die dann auf zwei Tage (A/B-Day) aufgeteilt werden. Hat man am Montag also einen A-Day, hat man die ersten vier Fächer. Dann hat man am Dienstag einen B-Day mit den anderen vier. Meine Fächer sind: English 3, Study Hall, Drama, Algebra 2, Spanish 2, US History, Creative Writing und Chemistry. Ein normaler Schultag fängt für mich um 7:40 Uhr an und endet um 14:45 Uhr. Dazwischen gibt es Lunch. Dazu bin ich noch im Dance Club und im H.O.P.E. Club.

Nachdem ich auch die Aufnahmeprüfung in die Ballettschule bestanden hatte, fing für mich zusätzlich zum normalen High-School Jahr ein weiteres Schuljahr in der Internationalen Ballettkompanie/Internationalen Tanzakademie an. Da ich schon in Straubing meine Ballettstunden geliebt habe, freue ich mich auf diese Zeit besonders.

Neben des Journey/Def Leppard-Konzerts sahen wir noch Taylor Swift und Elton John. Die Konzerte waren der absolute Wahnsinn!

Da man im amerikanischen Schulsystem keine eigene Klasse, sondern Kurse mit verschiedenen Leuten hat, ist es etwas schwieriger, echte Freunde zu finden. Aber obwohl ich anfangs neu war, habe ich ziemlich schnell Anschluss gefunden. Wann immer ich Zeit habe, gehe ich gerne mit meinen Freunden aus. Manchmal gehen wir ins Kino, gehen schwimmen, manchmal verbringen wir unsere Nachmittage in der Mall oder in einem Café oder treffen uns einfach bei einer Person zuhause.

Doch das Wichtigste in diesem Jahr ist meine Gastfamilie. Austauschschüler haben entweder eine Gastfamilie oder eine Familie. Ich hatte das unglaubliche Glück eine zweite Mutter, einen zweiten Vater und eine jüngere, 14 Jahre alte Schwester dazuzugewinnen. Natürlich, hin und wieder, und das war mir von Anfang an bewusst, gab es mal den ein oder anderen Streit und viele Meinungsverschiedenheiten. Aber man sagt ja auch immer, dass Familie kompliziert ist.

Doch schon als ich am Flughafen so herzlich von ihnen in den Arm genommen wurde, wusste ich ganz genau, dass neben all der Komplikationen Familie etwas Wundervolles ist. Voll mit Geschichten, Bedeutung und vor allem Liebe. 

 

idowa-Newsletter kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse:
 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading