Ausgebremst Wenn Fahrverbote über Schleichwege kommen

Was es in Regensburg bereits gibt, könnte es auch bald in Straubing geben: Mit vielen Baustellen will die Stadt die Autofahrer an die drohende Umweltzone gewöhnen. Foto: Anna Hammerschmid

Wer bis vor kurzem noch dachte, dass Dieselfahrverbote nur Großstädte betreffen, der wird schon bald eines besseren belehrt: Längst sind die Fahrverbote in unserer Region angekommen - wenn auch manchmal über Schleichwege.

Vorreiter in Sachen Umweltschutzzone ist in Ostbayern derzeit Regensburg. Dort hatte man bereits im Januar die komplette Altstadt zu einer Umweltzone erklärt, in die Autofahrer ohne grüne Plakette nicht mehr einfahren dürfen. Gesperrt ist für Dieselfahrzeuge ohne Plakette also der Bereich vom Hauptbahnhof bis zur Donau. Da dieses Dieselfahrverbot vielen in Regensburg nicht weit genug geht, wird nun darüber beraten, die Umweltzone bis zur Universität auszuweiten. So will die Stadt die Regensburger schneller zu einem Umdenken bewegen und den öffentlichen Nahverkehr stärken. Durch die vielen Studenten entgehe dem Regensburger Verkehrsbund (RVV) eh viel Geld, das müsse anderswo kompensiert werden. Und warum nicht, wenn es dabei hilft, die Stadt von noch mehr Feinstaub und Stickoxid zu befreien?

Nicht alle halten sich gerne an die Umweltzone in Regensburg. Bereits in den ersten Wochen nach der Einführung der Zone gab es 350 Verstöße gegen das Dieselfahrverbot. Da die 80 Euro Bußgeld so manch einen nicht von seiner umweltschädigenden Fahrweise abzuhalten scheinen, hat sich die Stadt Regensburg etwas Neues ausgedacht: Grenzkontrollen an allen Eingängen zur Umweltzone. Bereits kurz nach den Osterfeiertagen sollen an den Zufahrten Schranken installiert werden, die die Zufahrt in die Regensburger Innenstadt kontrollieren sollen. Auch kleine hölzerne Grenzhäuschen sollen am Straßenrand aufgebaut werden. 

Für die Kontrollen sucht die Stadt Regensburg momentan dringend noch freiwillige Helfer, die sich für das Wohl der Stadt Regensburg einsetzen und die Luft in der Innenstadt reinhalten wollen. Als Dank für ihren ehrenamtlichen Einsatz erhalten die Helfer eine kostenlose Fahrt mit "Emil", dem Elektrobus der Altstadtlinie. 

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Straubing: Fahrverbot der etwas anderen Art

In Straubing ist man da schon weiter: Eine Umweltzone gibt es dort zwar nicht - dafür munkelt man, dass die Stadt andere Wege gefunden hat, um den Feinstaub und die Stickoxide aus der Innenstadt zu verbannen. So sollen die vermehrten Baustellen beispielsweise am Jahnplatz oder bei der B8-Brücke die Fahrer so lange frustrieren, bis sie lieber mit dem Rad zum Stadtplatz fahren. Dorthin kommt man bald mit dem Auto ohnehin nicht mehr - selbst mit Umweltplakette nicht. Denn ginge es nach der Stadt, könne man auch gut und gerne noch den Tunnel an der Gabelsberger Straße grundsanieren. Grün ist der zwar schon, aber es kann ja nicht grün genug werden.

Auch aus Richtung Kagers wird es je nach Saison sowieso schwierig, mit dem Auto in die Stadt zu fahren. Im Sommer blockiert das Gäubodenvolksfest den Parkplatz am Hagen, im Winter die Eishockeyfans die Vorbeifahrt am Stadion am Pulverturm. Deswegen sieht die Stadt dort noch keinen Handlungsbedarf, um die Autofahrer weiter zu frustrieren. Von einem Dieselfahrverbot hält man jedoch nicht so viel. Denn wieso nur Dieselautos aus der Stadt verbannen, wenn man gleich alle Fahrzeuge in Dauerschleife um Straubing herumleiten kann? 

Auch A3 und B8 betroffen

Was die Autobahn A3 angeht, arbeiten Straubing und Regensburg Hand in Hand. Dort verteilt man die Schadstoffausstoße gekonnt in die umliegenden Dörfer, damit sich nicht alles auf die eh viel zu dicht befahrene A3 konzentriert. Schließlich soll jeder etwas von der Feinstaubbelastung haben.

Außerdem erfreuen sich Orte wie Barbing seitdem vieler Besucher. Der Autotourismus boomt dort seit Wochen. Das gefällt den Barbingern so sehr, dass man ganz einfach das Umleitungsschild, das aus Barbing raus auf die Bundesstraße B8 zurückführen soll, versteckt hat. So kann man die Autofahrer noch eine ganze Weile länger im Ort behalten - ganz im Sinne der heimatlichen Wirtschaft natürlich. 

Sie haben es sicherlich schon selbst bemerkt. Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Aprilscherz.

 
 

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