Aufwendige Bergung auf B8 Auflieger kam bei Geisling von Fahrbahn ab

Der Fahrer des Sattelzugs merkte zu spät, dass sein Auflieger von der Straße abgekommen war. Foto: Erich Ertl

Kurz vor Mitternacht sind die Feuerwehren Geisling und Rosenhof-Wolfskofen am Montag zu einem Einsatz auf der B8 gerufen worden. Der Auflieger eines Sattelzugs war im Graben gelandet, als der Fahrer auf der Bundesstraße rückwärts fuhr.

"So etwas haben wir noch nicht gehabt", resümierte Kommandant Markus Löffler von der Feuerwehr Geisling zu einem spektakulären und vor allem zeitaufwendigen Einsatz in der Nacht zum Dienstag - wieder einmal auf der B8. Über drei Stunden waren die Floriansjünger bei diesem Geschehnis gebunden.

Ein Mann war mit seinem 40-Tonner-Sattelzug unterwegs auf der B8 in Richtung Straubing und wollte in Höhe Roith in den dortigen Parkplatz einbiegen. Da dieser aber bereits mit Lastwagen besetzt war, fuhr er weiter und sah wenige hundert Meter weiter den Parkplatz auf der linken Seite. Er bremste sein Gefährt ab, kam aber erst nach der Einfahrt zum Stehen. Da der wenige Straßenverkehr es zuließ, schaltete er die Warnblinker ein und setzte seinen 40-Tonner zurück.

Auflieger geriet in zwei Meter tiefen Graben

In der Dunkelheit bemerkte er aber, dass sich der Sattelauflieger leicht nach rechts bewegte. Je weiter er rückwärts fuhr, desto weiter kam der Sattelauflieger nach rechts von der Fahrbahn ab, bis er in einen etwa zwei Meter tiefen Graben geriet. Dadurch hob sich das linke hintere Rad der Zugmaschine. Als der Fahrer seinen Fehler bemerkte, war es zu spät. Der Auflieger stand mit seinen drei Achsen im Graben.

Für den Fahrer gab es nun weder Vor noch Zurück. Gegen 23.30 Uhr wurden die Feuerwehren aus Rosenhof-Wolfskofen und Geisling zur Verkehrslenkung alarmiert. Rund 30 Einsatzkräfte sicherten die Einsatzstelle ab. Den Verkehr leiteten sie durch den nebenstehenden Parkplatz. Eine Fachfirma aus Regensburg barg den Auflieger. Arbeiter montierten beidseitig an der mittleren Achse des Aufliegers sogenannte Rangierglocken, an denen massive Gurte befestigt wurden. Ein 100-Tonnen-Kran hievte den Auflieger in die Höhe und ein weiteres Bergefahrzeug zog an der Zugmaschine, sodass der Auflieger wieder auf der Straße rollen konnte. Nach dem Reinigen der Fahrbahn rückten die Wehrleute nach über drei Stunden wieder abrücken. Ob am Lastwagen ein Schaden entstand, ist unbekannt, jedoch dürften die Bergekosten wohl eine vierstellige Summe ausmachen.

Weitere Artikel

 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading