Aufruf von ver.di Streik beim BR - Auswirkung auf Programm möglich

Betriebsteile des BR werden am Donnerstag bestreikt. Programm-Ausfälle sind möglich. (Symbolbild) Foto: Herbert Guckler

Die Gewerkschaft ver.di hat am Donnerstag die Mitarbeiter des Bayerischen Rundfunks (BR) am Standort Freimann zu einem Warnstreik aufgerufen.

Der Streikaufruf für den Betriebsteil Freimann erfolgte nach Angaben des BR kurzfristig, der Aufruf zur Arbeitsniederlegung betrifft die Zeit von 13 bis 18.15 Uhr. Die Rundfunkanstalt will die Auswirkungen auf das Programm so gering wie möglich zu halten, dennoch könne es zu Beeinträchtigungen im Programmablauf des BR Fernsehens oder zu zeitweisen Sendeausfällen kommen. ver.di spricht davon, dass durch den Streik das Programm "wahrnehmbar durcheinandergebracht" werden soll.

Die Gewerkschaft fordert eine Anhebung der Honorare und Gehälter entsprechend dem jüngsten Tarifabschluss für die Angestellten der Länder, also ein Plus von mindestens 3,2 Prozent. Bei einer nur einjährigen Laufzeit fordert ver.di eine Erhöhung um 6 Prozent. In der vierten Verhandlungsrunde der laufenden Gehalts- und Honorarverhandlungen hat der Sender eine Erhöhung der Tarifgehälter um 2,1 Prozent für 2019 und weitere 2,1 Prozent für das Jahr 2020 angeboten. ver.di lehnt dies mit Verweis auf die Tarifabschlüsse im öffentlichen Dienst und in der Privatwirtschaft ab.

Laut Gewerkschaft soll am Freitag ein Spitzengespräch von Anstaltsvertretern in Berlin stattfinden, in dem eine ARD-übergreifende Lösung thematisiert werden soll. Der Warnstreik beim BR am Donnerstag sei als "Motivationshilfe" zu verstehen.

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