Zeitungsmeldungen wie folgende bringen die Leser zumeist zum Schmunzeln: Ein 83-Jähriger ist am Bahnhof falsch abgebogen und mit Warnblinkanlage im Schritttempo durch das Bahnhofsgebäude gefahren, auf der Suche nach einer Ausfahrt. Dahinter steckt aber ein ernstes Thema: Der Mann litt an einer Form von Demenz, die dessen Autofahrfähigkeiten einschränkte. Mit diesem Thema beschäftigte sich ein Vortrag der Fachstelle für Demenz und Pflege Niederbayern.

Psychogerontologin Johanna Myllymäki stellte fest, dass Erkrankungen, die mit dem Gehirn zusammenhängen, das Autofahren beeinflussen. Auch ohne Krankheit ändert sich im Alter beim Autofahren einiges: Die Sehfähigkeit lässt nach, man kann den Kopf nicht mehr so leicht drehen, reagiert langsamer.