Athlet vom FTSV Straubing Im Dreifachsalto nach Odense: Anton Räß hat sich für die Trampolin-WM qualifiziert

Bei Sprüngen auf dem Doppel-Mini-Trampolin ist Anton Räß vier bis fünf Meter in der Luft. Foto: Florian Wende

Am wohlsten fühlt sich Anton Räß knapp unter der Decke von Sporthallen. Der Straubinger Schüler ist Trampolin-Springer und hat sich für die Weltmeisterschaft in Odense in Dänemark qualifiziert. Dort will der Athlet vom FTSV Straubing hoch hinaus: ins Finale unter die besten zehn.

Seit rund fünf Jahren ist Anton Leistungssportler. „Dreimal die Woche trainiere ich dafür“, sagt der 17-Jährige. Vor Wettkämpfen steht er auch öfters auf dem Trampolin, um sich vorzubereiten. So war es auch vor der anstehenden Weltmeisterschaft.

Seit vergangenem Samstag befindet sich Anton mit der Nationalmannschaft in Dänemark. Dort trainiert er zusammen mit seinen Trampolin-Kollegen aus Deutschland gezielt auf seinen Wettkampf. Die Weltmeisterschaften beginnen am morgigen Mittwoch und dauern bis Samstag. Anton ist am Freitag dran. Dann findet der Wettbewerb in seiner Altersklasse auf dem Doppel-Mini-Trampolin statt – der Paradedisziplin von Anton.

Doppelsalto vorwärts plus Dreifachsalto rückwärts

Ein Doppel-Mini-Trampolin hat zwei Flächen. Auf der leicht zum Springer geneigten vorderen Einsprungfläche macht der Athlet den ersten Sprung. Dann folgt eine Figur und es kommt der zweite Sprung auf dem flachen hinteren Teil. Mit einer weiteren Figur und der Landung auf der Matte ist die Vorstellung beendet. „Beim Wettkampf werde ich einen Fliffis und dann einen Dreifachsalto rückwärts machen“, kündigt Anton an. „Ein Fliffis ist ein Doppelsalto vorwärts mit einer halben Schraube“, erklärt der Athlet.

Kampfrichter bewerten anschließend den Sprung. Dabei ist die Haltung von Anton während der Vorführung wichtig. „Habe ich je nach Sprung zum Beispiel die Arme und Beine nicht ganz durchgestreckt, bekomme ich Punkte abgezogen“, gibt Anton ein Beispiel. Auch die Landung wird genau beobachtet. Auf der Matte gibt es drei verschiedene Zonen. „Lande ich in der mittleren bekomme ich keine Punkte abgezogen, je weiter ich aber nach außen komme, desto mehr Punkte verliere ich“, erläutert Anton. Dasselbe passiert bei einer unsicheren Landung. Auch die Schwierigkeit des Sprungs ist entscheidend. Denn jedes der Kunststücke hat einen bestimmten Schwierigkeitsgrad und dadurch eine Punktzahl, die in die Wertung miteinfließt. Insgesamt hat Anton etwa 30 verschiedene Sprünge im Repertoire. Sein Favorit ist der Dreifachsalto rückwärts. „Es ist einfach cool, vier bis fünf Meter in der Luft zu sein und verschiedene Kombinationen zu machen“, erzählt der Schüler. 30 bis 40 junge Athleten werden neben Anton auf dem Doppel-Mini-Trampolin bei der WM antreten. Diese will er hinter sich lassen und sein Ziel erreichen unter die besten zehn ins Finale zu kommen.

 

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