App-Tipp

Hinge ist eine gute Alternative zu Tinder


Die App möchte, dass die Nutzer feste Beziehungen finden.

Die App möchte, dass die Nutzer feste Beziehungen finden.

Von Ramona Maurer

Für die Liebe ist immer Zeit, wieso also nicht zum Smartphone greifen und jemanden kennenlernen? Unsere Autorin empfiehlt dafür die App Hinge.

Bereits vor elf Jahren wurde Hinge zum ersten Mal veröffentlicht. Der Sinn dahinter war, den Desktop-Dienst Secret Agent Cupid mit Facebook zu verbinden. Dadurch konnte man auflisten, in welchen seiner Freunde man verknallt war. Um die Liebe ging es also damals schon. Der Hype um die App kam allerdings erst viel später.

Der Anmeldeprozess auf Hinge dauert um einiges länger als bei Tinder und Co. Von doppelter Verifizierung bis hin zum Ausfüllen eines langen Fragebogens - die App möchte es wirklich genau wissen. Die Nutzer sollen sich auf Hinge wohlfühlen, sie bezeichnet sich selbst als "Safe Space für Singles". Niemand soll sich verstellen müssen. Deshalb baut die App auf Diversität: Es gibt bis zu 50 Optionen zur Geschlechtsidentität, die man auswählen kann.

Außerdem kann der Nutzer eine Videobotschaft, eine Audionachricht oder eine Umfrage zum Profil hinzufügen. Auch bei Hinge herrscht das bekannte Matchmaking-System. Nach rechts swipen für Ja, nach links swipen für Nein. Ähnlich wie bei Lovoo gibt es hier drei Eisbrecher, die das Gespräch zwischen zwei Usern erst ermöglichen. Fotos sind auf Hinge übrigens Pflicht.

Hinge möchte einmalige Treffen vermeiden

Die App bietet seinen Nutzern an, sich bei einem Match zu löschen. Denn sie möchte langfristige Beziehungen fördern und einmalige Treffen eher vermeiden. Weniger Dating-Stress - das ist, was sich die Ersteller erhoffen. Dafür soll der sogenannte Gale-Shapley-Algorithmus sorgen. Dessen Entwickler wurden sogar mit dem Wirtschaftsnobelpreis ausgezeichnet.

Die Basics in der App sind kostenlos. Aber es gibt auch Upgrades, die nicht gerade günstig sind: Die Premium Version kostet 40 Euro. Darin enthalten sind unbegrenzte Likes oder erweiterte Filtereinstellungen. Auch Profilboosts oder Rosen sind nicht kostenlos. Hinge kann auf jeden Fall mit Tinder und Co. mithalten. Und auch die Rate der Fake-Profile ist hier wesentlich geringer.

Hinweis: Dieser Text stammt aus der Freistunde, der Kinder-, Jugend- und Schulredaktion der Mediengruppe Attenkofer. Für die Freistunde schreiben auch LeserInnen, die Freischreiben-AutorInnen. Mehr zur Freistunde unter freistunde.de.