Antrag der Freien Wähler Photovoltaik statt dritter Startbahn am Flughafen?

PV-Module statt Flugzeuge wünschen sich die Freien Wähler. Foto: Flughafen München/Alex Tino Friedel

Die Kreistagsfraktion der Freien Wähler möchte die für eine dritte Start- und Landebahn vorgesehene Fläche am Münchner Flughafen völlig anders nutzen: Auf dem rund 2,6 Quadratkilometer großen Areal könnte eine riesige Photovoltaikanlage entstehen. Diese könnte laut FW-Fraktion mehr als 50 Prozent des Energiebedarfs der Landkreise Erding und Freising decken.

Als Begründung führen die Freien Wähler an, dass im Rahmen des Landesentwicklungsplans (LEP) auch die bisher festgelegten Ziele und Grundsätze überprüft werden - und dabei werde auch der beabsichtigte Bau einer dritten Start- und Landebahn am Flughafen München behandelt. Die Freien Wähler lehnen diesen grundsätzlich ab, "da er die Bevölkerung in der Region in unzumutbarem Umfang belasten und diese in ihrer Lebensqualität einschränken würde", so die Fraktion in ihrem Antrag.

Mindestens 25 Jahre kein Startbahn-Bedarf

Ebenso würden die aktuellen Entwicklungen selbst für einen künftigen Zeitraum von mindestens 25 Jahren keinerlei Bedarf erkennen. Selbst die in den pessimistischsten Gutachten festgelegten Prognosezahlen seien - auch ungeachtet des durch die Corona-Pandemie bedingten Rückgangs des Flugverkehrs - nicht erreicht worden, so dass selbst aus der Vergangenheit keine Notwendigkeit einer dritten Start- und Landebahn abgeleitet werden könne. Daraus ergibt sich aus Sicht der Freien Wähler "die sinnvolle Möglichkeit, die derzeitigen nicht benötigten Flächen von mindestens 2,6 Quadratkilometer für den Bau einer Freiflächen-Photovoltaikanlage zu nutzen. Damit könnte der Energiebedarf der Bevölkerung in den Landkreisen Erdung und Freising zu mehr als 50 Prozent gedeckt werden."

Gerade in der heutigen Zeit, wo dem Ausbau regenerativer Energien mehr Bedeutung zukomme als je zuvor, wäre dies ein Signal in eine positive Zukunft. Ebenso würde die Wertschöpfung im regionalen Kontext verbleiben und die Bevölkerung direkt profitieren.

Daher haben die Freien Wähler im Kreistag beantragt, die für die dritte Startbahn zur Versiegelung vorgesehene Fläche von rund 2,6 Quadratkilometer am Münchner Flughafen stattdessen für den Bau einer Photovoltaikanlage als Brückentechnologie im LEP festzulegen.

 
 
 

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