Antigen-Schnelltests werden als zentraler Baustein bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie propagiert. Im Interview mit unserer Redaktion äußert der Münchner Virologe Oliver T. Keppler Zweifel an der Aussagekraft dieser Testergebnisse. Zudem müsse sich Deutschland auf die Auf Ausbreitung der indischen Corona-Mutante gefasst machen.

Herr Keppler, Sie haben sich wiederholt kritisch zu den Antigen-Schnelltests geäußert, die jetzt massenhaft vorgenommen werden. Bleiben Sie bei Ihrer Meinung?

Oliver T. Keppler: Ja, diese beruht auf einer ausführlichen Kenntnis der wissenschaftlichen Literatur und eigenen Studien von LMU und TUM in München. Erfreulicherweise wird die so genannte Pool-PCR-Testung zunehmend diskutiert. Diese soll nach meiner Kenntnis ab Herbst relativ flächendeckend auch in Bayern vorgenommen werden. Damit kämen wir zu empfindlicheren und zuverlässigeren Aussagen, eine SARS-CoV-2-Infektion insbesondere im kritischen Frühstadium zu erkennen.

Was ist gegen die Antigen-Schnelltests zu sagen?