Schwäbisch-Gmünd hat es schon vor vier Wochen erwischt. Am 23. Juni platzten 150 Liter Regen je Quadratmeter nieder, Straßen, Keller und Unterführungen liefen voll. Doch die alte Reichsstadt im Remstal auf der Schwäbischen Alb war vorbereitet - anders als vor fünf Jahren, als das Wasser kam und zwei Menschen ertranken. Seinerzeit waren die Schäden noch viel gravierender. Die Bilder von damals erinnern an die Zerstörungen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, die dieser Tage ganz Deutschland tief bewegen.

Schwäbisch-Gmünd hat sich gewappnet. An der Unterführung, wo die beiden Männer ertrunken waren, steht heute eine Videokamera und sendet ihre Bilder in die Verwaltung. "Die Unterführung läuft binnen zehn Minuten voll, Starkregen kommt schnell und heftig", erzählt Baubürgermeister Julius Mihm. Auch dieses Mal ist es so gewesen, doch im Gegensatz zu 2016 waren Polizei und Feuerwehr schnell da, um die Engstelle abzusperren.