Im leuchtend pinkfarbenen Kleid sitzt Annalena Baerbock zwischen zwei Journalistinnen der Frauenzeitschrift "Brigitte". Es ist der erste öffentliche Auftritt der Kanzlerkandidatin der Grünen, seit der Vorwurf laut geworden ist, dass sich in ihrem Buch "Jetzt. Wie wir unser Land erneuern" etliche Passagen finden, die aus fremden Federn stammen. Ohne dass die Autorin darauf hingewiesen hätte.

Viel Privates verrät Baerbock in dem launigen Interview. Dass sie Schokolade am liebsten gekühlt genießt. Dass sie den Schlager "Atemlos" von Helene Fischer auswendig kann. Dass sie gerne größer wäre. Und deshalb hohe Schuhe trägt. Dann kommt die Frage, aus welchem Fehler sie am meisten gelernt habe. Baerbock beginnt zu erzählen. Nicht etwa von den jüngsten, selbst verschuldeten Rückschlägen für ihre zunächst so aussichtsreich scheinende Kanzlerinnenkandidatur. Dem aufgehübschten und dann mehrfach geänderten Lebenslauf. Den verspätet dem Bundestag gemeldeten Nebeneinkünften in fünfstelliger Höhe. Auch nicht von ihrem Buch, das ins Visier eines österreichischen Plagiatsjägers geraten ist.