Angst vor Coronavirus Schutzmasken in einzelnen Apotheken Bayerns ausverkauft

, aktualisiert am 28.01.2020 - 13:04 Uhr
Eine Packung mit Mund- und Nasenmasken steht auf einer Theke in einer Apotheke. Foto: Fabian Strauch/dpa/Archivbild Foto: dpa

Nach Bekanntwerden des ersten Coronavirus-Falls gibt es eine verstärkte Nachfrage nach Atemschutzmasken. In Bayern sind sie in einzelnen Apotheken bereits ausverkauft.

Auch wenn Mediziner ihren Einsatz in Deutschland nicht für sinnvoll halten: In Bayern sind Atemschutzmasken in einzelnen Apotheken bereits ausverkauft. Er habe Entsprechendes von Betrieben in Unterfranken und München gehört, sagte ein Sprecher des bayerischen Apothekerverbandes am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Derzeit gebe es eine verstärkte Nachfrage. Zudem sei es bei einigen Großhändlern schwierig, Nachschub zu bekommen. Auch der Bundesverband des pharmazeutischen Großhandels bestätigte, dass einzelne Großhändler die Nachfrage aus den Apotheken nicht bedienen könnten.

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Wie die Abendzeitung berichtet, sind in Münchner Apotheken Schutzmasken gegen Grippe ausverkauft. Im Landkreis Straubing-Bogen ist die Nachfrage ebenfalls gestiegen. Birgit Hlawa-Geiger, Sprecherin der Apotheken im Landkreis Straubing-Bogen, versteht die Hysterie nicht: "Es besteht laut Robert-Koch-Institut kein Grund für das Tragen von Schutzmasken." Man schützt sich am besten duch gute Hygiene. Man sollte sich häufig die Hände waschen und desinfizieren.

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Der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie, Bernd Salzberger (Universitätsklinikum Regensburg), hält nichts von der Anwendung der Masken: "Persönlicher Schutz ist im Augenblick vollkommen unsinnig", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Sogenannte chirurgische Gesichtsmasken sind dem Experten zufolge zudem eigentlich nicht zum Schutz vor Ansteckungen gemacht, sondern sollen verhindern, dass möglicherweise infektiösen Tröpfchen aus dem Atemtrakt von Chirurgen in das Operationsgebiet gelangen. Es ergebe Sinn, zum Beispiel als Grippekranker eine Maske zum Schutz anderer Menschen zu tragen. "Aber der Schutz vor einer Infektion von außen ist sehr, sehr schlecht damit", sagte Salzberger.

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