Angriff auf Nasenzwicker Pilzkrankheit bei Ahorn im Landkreis Freising

Schäden durch Verticillium-Welke an Bergahorn. Foto: N. Burgdorf, LWF

Der Ahorn gilt als robuste Baumart. Doch nun setzen der gleichermaßen schönen wie wertvollen Baumart vermehrt Pilzkrankheiten zu. Forscher der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) haben jetzt für Forstpraxis und Baumkunde das Faltblatt "Pilzkrankheiten am Ahorn" zusammengestellt.

Mit seinen drei Wildformen und zahlreichen Züchtungen hat der Ahorn einen festen Platz in Wald, Park und Garten und ist dank seiner Nasenzwicker bekannt und beliebt bei Jung und Alt. Ahornarten spielen für den klimafesten Wald der Zukunft eine bedeutende Rolle, besetzen im ökologischen Gefüge einen wichtigen Platz und liefern dem Waldbesitzer eines der wertvollsten heimischen Hölzer.

Klimaextreme wie Dürre und Hitze beeinträchtigen jedoch die Vitalität der Ahorne und erhöhen deren Anfälligkeit gegenüber Schaderregern. So führen derzeit sowohl mehrere schon bekannte als auch neue, eingeschleppte Pilzerreger bei der Gattung Ahorn zu einer Zunahme von Krankheiten. Dies sind vor allem die Rußrindenkrankheit, die Verticillium-Welke und der Eutypella-Stammkrebs.

Um die Verbreitung dieser Pilzkrankheiten zu bremsen und Gefahren für Waldbesucher und Forstprofis durch morsche Bäume und pathogene Sporen zu minimieren, haben Waldschutzexperten der LWF ein Faltblatt mit Bestimmungsschlüsseln und einer praxisnahen To-do-Liste veröffentlicht.

Risiken durch den Klimawandel

"Um gegen die Risiken durch Klimawandel und Schaderreger besser gewappnet zu sein, sollte bei Ahorn aber auch auf die spezifischen Standortansprüche und geeignete Herkünfte geachtet werden", ergänzt Dr. Andreas Hahn, Leiter der Abteilung Waldschutz an der LWF die Tipps und Hinweise der Handreichung. Das Faltblatt "Pilzkrankheiten am Ahorn - Schäden durch pilzliche Pathogene" kann bestellt oder heruntergeladen werden.

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