Wenn schon verurteilt, dann für etwas, das man auch getan hat, dachte sich am Montag ein 23-jähriger Landshuter - und räumte vor dem Amtsgericht eine Straftat ein, die gar nicht angeklagt war.

Die Staatsanwaltschaft hatte dem Arbeitssuchenden zur Last gelegt, mit Marihuana Handel getrieben zu haben. Ein knappes Jahr lang soll er einem Bekannten seines Nachbarn wöchentlich mindestens ein Gramm Marihuana verkauft haben. "Das stimmt nicht", sagte der 23-Jährige entschieden. Aber er habe den Mann um 150 Euro "abgezockt". Das sei "nicht gerade die feine Art", meinte Richter Markus Brümmer.