Eigentlich habe er in seiner Heimatgemeinde das Alter genießen wollen, sagt Albert Störringer, langjähriger Seniorenbeauftragter des Marktes Pilsting - "aber nun gibt es etwas, das mich nachts nicht mehr schlafen lässt". Damit spielt der 75-Jährige auf die seiner Meinung nach "schlimmen Zustände in der Hausarztversorgung" an - "ein Thema, das nicht nur den Senioren unter den Nägeln brennt".

Störringer wählt drastische Worte, um den Status quo zu beschreiben - und das bewusst, "denn ich möchte mit meiner Kritik aufrütteln". Bereits seit Jahren habe er, unterstützt von seinem Kollegen aus Dingolfing, Rudolf Furtner, ehemaliger Krankenhausverwalter in der Kreisstadt, "mehrfach darauf hingewiesen, dass die Hausarztversorgung im Landkreis irgendwann platzt" - sowohl im Team Seniorenleitbild (einer Art Seniorenrat) des Landkreises als auch als Delegierter im Bayerischen Landesseniorenverband. "Vonseiten der Kassenärztlichen Vereinigung wurden wir jedoch immer wieder vertröstet und in der Diskussion niedergemacht."