Am Donnerstag hat das Amtsgericht Regensburg über einen Fall aus dem Mai 2019 geurteilt. Der damals fast 19-jährige Angeklagte, ein gebürtiger Straubinger, soll seine Ex-Freundin vergewaltigt haben.

Der Angeklagte und das mutmaßliche Opfer kennen sich bereits seit mehreren Jahren und waren auch längere Zeit ein Paar. Ab November 2018 näherten sich beide wieder an, wenngleich der Beschuldigte laut eigener Aussage klarstellte, dass dies keine erneute Beziehung sei. Die Geschädigte habe in der Folge dann immer wieder bei ihm übernachtet, vor allem dann, wenn es ihm emotional nicht gut gegangen sei. Richter Ehrl spricht in der Urteilsbegründung von einer "Machtbeziehung" mit "Bestellsituation".

Nach einem Dult-Besuch sei die Frau wieder in seine Wohnung gekommen - dann geschah, was die Geschädigte als Vergewaltigung, der Angeklagte als einvernehmliche Handlung bezeichnete. Ausschlaggebend für das Gericht sind schlussendlich Chatverläufe.