Amtsgericht Cham Luchs-Prozess im Liveticker

In Cham läuft derzeit der Prozess gegen einen Mann aus dem Lamer Winkel. Foto: nik

Vor dem Chamer Amtsgericht steht heute ein 53 Jahre alter Mann aus dem Lamer Winkel, dem zur Last gelegt wird, zwischen 2014 und 2016 einen Luchs in einer im Wald aufgestellten Falle gefangen und erschossen zu haben.

Ihm wirft die Staatsanwaltschaft mehrere Vergehen nach dem Waffen- und Naturschutzgesetz vor. Die Justiz hat ab 8 Uhr Platzkarten für Zuhörer ausgegeben. Sie sind weggegangen wie die warmen Semmeln. Auch zahlreiche Medien aus ganz Deutschland haben sich angesagt.

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Der Prozess im Live-Ticker:

13.40 Uhr: Richter Lecker verkündet das Urteil: 3.000 Euro Geldstrafe

13:25 Uhr: Der Verteidiger fordert Freispruch, da keine Beweise vorlägen.

13.19 Uhr: Die Staatsanwältin fordert 3.250 Euro Geldstrafe.

12.54 Uhr: Richter Lecker schließt die Beweisaufnahme. Vier Zeugen aus dem Umfeld des Angeklagten sagten, sie hätten nichts von der Lebendfalle gewusst oder sie dem verstorbenen Vater des Angeklagten zugeordnet. Die Staatsanwältin hält ihr Plädoyer und die Tatbestände für nachgewiesen.

12:35 Uhr: Der Polizist sagt, dass es sich bei dem ersten Gast um einen Natur- und Tierfreund handele. Dieser hätte für den Bayerischen Rundfunk in Sachen illegaler Tiertötungen recherhiert.

12.26 Uhr: Ein weiterer Jagdgast bestätigt, was der Zeuge vor ihm ausgesagt hat. Er beschreibt die Falle und spricht von sehr überzeugenden Schilderungen des Angeklagten.

12.10 Uhr: Jagdgast bezeichnet Erzählungen des Angeklagten als fachmännisch. Keineswegs habe es sich um Jägerlatein gehandelt.

11.50 Uhr: Ein weiterer Zeuge, der Jagdgast, schildert vor Gericht die Erzählungen des Angeklagten. Demnach habe der Angeklagte davon berichtet, wie er Luchse erlegt hatte und der Angeklagte soll dem Jagdgast außerdem die Funktionsweise der Falle erläutert haben.

11.32 Uhr: Ein Polizist im Zeugenstand erklärt, eine derartige Falle habe er noch nie gesehen - obwohl der Beamte selbst Jäger ist. Das sei eine Spezialanfertigung und für einen Fuchs viel zu groß. Das habe ein einzelner Mann gar nicht aufstellen können. In der Falle hätten die Ermittler hauptsächlich Rehhaare gefunden. Es gebe keinen gesicherter Nachweis von Luchshaaren. 

11.10 Uhr: Der Angeklagte weist alle Vorwürfe zurück. Mit der Falle habe sein Vater Füchse fangen wollen, so seine Einlassung. Er habe auch gar nichts gegen Luchse. Was er einem Jagdgast erzählte, sei reines Jägerlatein gewesen.

11 Uhr: Pünktlich auf die Minute eröffnet Richter Andreas Lecker die Hauptverhandlung. Die Staatsanwaltschaft verliest die Anklageschrift. Hauptvorwurf: Fangen und Erschießen eines geschützten Tieres.

10.45 Uhr: Zuhörer und Medienvertreter werden eingelassen. Angeklagter und Verteidiger lassen das Blitzlichtgewitter stoisch über sich ergehen. Die Zuhörerplätze sind alle besetzt. Derart großes Interesse an einem Prozess hat das Chamer Amtsgericht noch selten erlebt.

10.02 Uhr: Der Wartebereich vor dem Gerichtssaal I des Chamer Amtsgerichts ist schon gut gefüllt. Die Anwesenden diskutieren eifrig.

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