Amnesty International Wer, wenn nicht wir? Sonja und Rebecca setzen sich für Menschenrechte ein

Die Bewegung Amnesty International setzt sich für den Schutz der Menschenrechte ein. Foto: Wolfgang Krumm/dpa

Sieben Millionen Menschen setzen sich weltweit mit Amnesty für Menschenrechte ein - darunter auch Rebecca und Sonja vom Veit-Höser-Gymnasium in Bogen im Landkreis Straubing-Bogen. Sie erzählen Freischreiben-Autorin Susanne Beck, warum der Einsatz für Menschenrechte für sie so wichtig ist.

Wie lange seid ihr schon bei Amnesty und warum habt ihr euch dafür entschieden?

Rebecca: Ich bin seit der siebten Klasse, also seit sechs Jahren, Mitglied. Durch meine große Schwester und die Leiterin der Jugendgruppe, Frau Perschl, bin ich auf die Idee gekommen, bei Amnesty aktiv zu werden. Ich finde es sehr wichtig, dass vor allem Jugendliche mehr über Menschenrechte und Politik lernen und sich dahin gehend engagieren.

Sonja: Ich bin in der achten Klasse zu der Jugendgruppe gestoßen, weil Rebecca mir davon erzählt hat. Die Amnesty-Gruppe ist allgemein für Schüler von der achten bis zwölften Klasse geeignet. Es ist mal ein neues Erlebnis, sich aktiv für Menschenrechte einzusetzen und wir bekommen viele besondere Aufgaben.

Welche Projekte führt die Gruppe zurzeit durch?

Sonja: Wir veranstalten in der Aula immer wieder Unterschriftenaktionen, um Menschen in Not zu helfen und um auf deren Situation aufmerksam zu machen. Im Dezember, rund um den Internationalen Tag der Menschenrechte, findet eine Woche lang ein Briefmarathon statt. Dabei fordern wir die Regierungen auf, die Menschenrechte einzuhalten. Jeder einzelne Brief hilft uns. Allgemein machen wir auf Daten wie den Internationalen Tag der Menschenrechte oder den Weltflüchtlingstag aufmerksam. Wir treten außerdem bei der alljährlichen Weihnachtsfeier auf oder haben am Tag der offenen Tür einen Bücherflohmarkt. Nach den Osterferien informieren wir in der Projektwoche der achten und neunten Klassen beispielsweise über Rassismus und Homophobie.

Warum findet ihr es wichtig, dass gerade Jugendliche sich für eine bessere Welt einsetzen?

Rebecca: Das Engagement für Menschenrechte soll über Generationen weitergeführt werden, da wir an die Zukunft denken müssen. Wer setzt sich sonst dafür ein, wenn nicht wir? Wir haben aber an uns selbst erfahren, dass man das Interesse für Menschenrechte und Politik in unserem Alter erst lernen muss. Wir können selbst Informationen sammeln, um besser Bescheid zu wissen. Im Sozialkundeunterricht lernen wir aber auch viel darüber.

Ihr seid in der zwölften Klasse und habt gerade eure schriftlichen Abiturprüfungen hinter euch. Hat euch euer Engagement für Amnesty International bei euren Zukunftsplänen inspiriert?

Sonja: Ich beginne eine Ausbildung zur Kauffrau für audiovisuelle Medien beim Bayerischen Rundfunk. Ich möchte mich aber weiterhin für Menschen in Not einsetzen und mich zum Beispiel bei Online-Petitionen beteiligen, die Amnesty im Internet anbietet.

Rebecca: Ich werde nach dem Abi ein Jahr lang in Bosnien einen Freiwilligendienst absolvieren. Dort möchte ich mich für politische Bildung und Menschenrechtsarbeit einsetzen. Ich überlege, ob ich danach Politikwissenschaft studiere, aber das weiß ich noch nicht so genau. Auf jeden Fall möchte ich einer Hochschulgruppe von Amnesty beitreten, denn die Jugendgruppen gibt es nicht nur an Schulen.

 
 

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