American Football Straubing Spiders demontieren Nürnberg im Derby

Quarterback Mark Wright konnte von der Defense der Rams nicht im Zaum gehalten werden und führte die Spiders vor knapp 1.000 Zuschauern zum Derbysieg. Foto: Alex Miazga

Mit einem furiosten 70:28 bezwingen die Straubing Spiders den Aufstiegsaspiranten Nürnberg.

Eine Sache war vor dieser Partie klar: es ist ein besonderes Spiel. Zum Einen ist es das einzige bayerische Derby der Saison 2018 und zum anderen wollten die Straubing Spiders nach der enttäuschenden Auswärtsfahrt ins Saarland zurückschlagen. Und das merkte man auch von Beginn an.

Zum Start kam der Favorit aus Nürnberg in Ballbesitz, konnte allerdings kurz vor der Endzone durch eine weitere Interception von Keanu Yamamoto gestoppt werden. Somit war die Offense der Spiders erstmals am Zug und machte den Fans und der gegnerischen Defense deutlich: wir lassen uns heute von nichts aufhalten. Am Ende der Partie waren es dann auch nur 3 der 13 Offense-Drives, die von den Rams gestoppt werden konnte, wobei bei einem die Halbzeit dafür sorgte, dass die Zeit nicht mehr reichte und beim Anderen sich die Spiders das Leben durch völlig unnötige Strafen selbst schwer gemacht haben. Nur ein Drive wurde kurz vor der Goalline gestoppt.

Ausgeglichener Beginn

Der erste Score des Tages sorgte jedoch auch dafür, dass die Offense der Rams aufwachte und es entwickelte sich zum Quarterwechsel ein munteres Wechsel-Dich Spiel, da die Spiders Offense nachlegen konnte und die Defense der Spinnen vom starken Passspiel der Rams in Probleme gebracht wurden. Zwar konnte man regelmäßig die Widder in Bedrängnis bringen, am Ende fand der US-Quarterback aus Nürnberg einen Weg seine Receiver zu bedienen. So stand es zwischenzeitlich 21:21 im Donausportzentrum und die Fans stellten sich schon wieder ein auf eine Partie a al Saarland vor drei Wochen.

Doch der Coaching-Staff fand die Lösung, reagierte auf das Spiel der Rams und es sollte das Ende der erfolgreichen Offense-Drives auf Seiten der Widder sein. Die Spiders Offense marschierte variabel durch Lauf und Pass über das Feld und konnte mit zwei Touchdowns vor der Halbzeit den Pausenstand von 35:21 herstellen. Nach der Pause waren die Spinnen dann im Ballbesitz und marschierten bis zur Goalline der Widder, brachten den Ball dann nicht über die Linie.

Stark in Offensive und Defensive

Die Rams im Gegenzug machten eine Partie spannend, die es eigentlich nicht mehr werden musste, da die Offense der Spiders dann zum zweiten Mal gestoppt wurde. Doch endlich machten die viel gescholtenen Special Teams der letzten Wochen das Big Play. Beim Punt von Martin Gierl berührte ein Spieler der Rams den Ball, Jake Wuesthoff sicherte das Ei und die gesamten Spiders Units nutzten dieses Geschenk, schalteten wieder einen Gang höher und blickten nicht mehr zurück. Weitere fünf Touchdowns durch Darius White, Mark Wright, Kevin Graupner oder auch Kellen Westering brachte die Offense auf das Scoreboard, während die Defense der Spiders keinerlei Punkte mehr zuließ, im Gegenteil noch mehrere Ballverluste forcierte und somit den Endstand von 70:28 herstellte.

Defense Coordinator Nadine Nurasyid war enorm stolz auf ihre Mannschaft: „Wir sind nach der Niederlage in Saarbrücken hervorragend zurückgekommen und haben die entsprechenden Antworten auf dem Platz gegeben. Die Mannschaft hat vergangene Woche hart gearbeitet und war sehr fokussiert auf den Gegner und das Ziel, hier und heute Punkte zu holen. Dass es dann so läuft, damit hätten wir natürlich nicht träumen können. Das war eine ganz starke Vorstellung unserer Jungs.“

Die Spiders haben jetzt erneut eine Woche spielfrei und reisen dann nach Baden-Württemberg zum Duell mit den Albershausen Crusaders.

 
 

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