Amazon-Prime-Tipp „Schitt's Creek“ ist relativ unbekannt, doch bietet besondere Comedy

„Da hamma den Salat“: Die Familie von Johnny Rose (2.v.l.) muss Steuern nachzahlen und flüchtet deshalb in das kleine Städtchen Schitt's Creek. Foto: Edel Motion

Hierzulande ist die mit einem Emmy ausgezeichnete Comedy-Serie „Schitt's Creek“ nicht sonderlich bekannt. Dabei ist sie nicht nur wegen ihres Humors etwas Besonderes.

Einen Preis nach dem anderen hat die kanadische Comedy-Serie „Schitt's Creek“ international gewonnen. In Deutschland kennen sie aber immer noch erstaunlich wenig Leute. Und das, obwohl alle Folgen über Amazon Prime zu sehen sind und gerade Staffel für Staffel auch auf DVD veröffentlicht wird.

Darum geht’s: Videothekenmagnat und Millionär Johnny Rose und seine Familie leben das perfekte Leben. Zumindest so lange, bis eines Tages das Finanzamt an ihre Türen klopft. Denn natürlich war Johnny in seiner Buchhaltung mehr als kreativ und das rächt sich jetzt. Mittellos und ohne festen Wohnsitz bleibt der Familie nur eines: Sie muss nach Schitt's Creek ziehen. Das verschlafene Nest hatte Johnny einst seinem Sohn David gekauft, weil er den Namen witzig fand. Im Städtchen angekommen, zieht die Familie in ein heruntergekommenes Hotel und stellt fest, dass weder die zynischen Eltern noch die verwöhnten Kinder auf das Landleben vorbereitet sind. Mehr noch: Die Stadtbewohner, angeführt von Bürgermeister Roland Schitt, sind längst nicht so einfach gestrickt, wie Johnny und seine Familie angenommen haben.

Das Besondere: Viele Comedy-Serien beziehen einen Großteil ihres Humors daraus, dass die Zuschauer über bestimmte Charaktere lachen. In der Regel wären die Bewohner von Schitt's Creek hier die perfekten Opfer. Sie sind es aber nicht und genau daraus zieht die Serie ihren Charme. Die Bewohner der Stadt können sehr gut austeilen, wie Johnny Rose und seine Familie schnell herausfinden. Witzig ist also vor allem, wie die reiche Familie mit ihrer neuen, skurrilen Situation zurechtkommt. Und natürlich gibt es auch einige Gags auf ihre Kosten. Etwa, wenn Familienmutter Moira sich zuerst über den „grauenvollen Wein“ im Städtchen beschwert, nur, um gleich drauf zu sagen: „Gib mir noch ein Glas!“ „Schitt's Creek“ schießt also immer nach oben in Richtung der Reichen. Ebenfalls gelungen ist der Umgang der Serie mit queeren Charakteren. Hier hat „Schitt's Creek“ auch einige Auszeichnungen gewonnen.

Fazit: Darf's mal etwas anderes sein? Dann ist „Schitt's Creek“ die richtige Serie voller sympathischer Charaktere, skurrilem Humor und interessanten Geschichten. -seg-

„Schitt's Creek“, Comedy-Serie, Edel Motion, fünf Staffeln auf Amazon Prime Video, Staffel 1 und 2 erhältlich auf DVD und Blu-ray, freigegeben ab zwölf Jahren.

 

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