Amateurfußball Vilzing steigt direkt auf, Cham gerettet

, aktualisiert am 22.05.2022 - 09:42 Uhr
Die DJK Vilzing feiert nach einem 4:0-Sieg den Aufstieg in die Regionalliga Bayern. Foto: Dirk Meier

Großer Jubel bei den beiden Bayernligisten aus dem Bayerwald! Die DJK Vilzing hat mit einem klaren 4:0-Sieg beim SV Seligenporten am Samstag die Meisterschaft in der Bayernliga Nord und somit den Aufstieg in die Regionalliga klar gemacht. Gleichzeitig rettete sich der ASV Cham nach einem 1:1-Unentschieden gegen die DJK Gebenbach und spielt auch kommende Saison in der Bayernliga.  

Dramatischer ging es in der Bayernliga Süd zu. Zwar stand die SpVgg Hankofen-Hailing (3:3 gegen den FC Deisenhofen) schon seit einigen Wochen als Aufsteiger fest, dahinter kämpften mit dem SV Donaustauf und dem SSV Jahn II zwei Teams um den Relegationsplatz für die Regionalliga. Lange Zeit sah es danach so aus, als würde sich Donaustauf nur mit einem Unentschieden gegen den VfB Hallbergmoos begnügen müssen, während die Regensburger mit 2:0 bei der zweiten Mannschaft des TSV 1860 München gewonnen haben. Damit wäre der Jahn in die Relegation gegangen. In der 88. Minute sorgte aber Mike Grimm mit seinem ersten Saisontor zum 2:1 für großen Jubel bei den Donaustaufern, die sich mit dem Last-Minute-Treffer wieder auf Platz zwei vorschoben und nun um den Regionalliga-Aufstieg spielen werden. 

In der Landesliga Mitte hat sich der VfB Straubing mit einem knappen 1:0 beim Tabellenschlusslicht aus Bad Abbach den direkten Klassenerhalt gesichert. 

Alle Spiele im Überblick

SpVgg Landshut – TuS Holzkirchen 3:2 (1:0)

Mit dem zehnten Heimsieg hat sich die SpVgg Landshut versöhnlich aus der Saison verabschiedet: “Wir hatten brutal viele Chancen, die wir aber leider nicht genutzt haben”, berichtete Landshuts Trainer Christian Endler. Kurz vor dem Ende belohnte sich die “Spiele” nach einem Schnittstellenpass, den Kenneth Sigl zum verdienten 3:2-Siegtreffer verwandelte.

ASV Cham – DJK Gebenbach 1:1 (0:0)

Es war aus Chamer Sicht ein Nervenspiel, bei dem die Angst mitspielte. Nach torloser erster Hälfte ging der Ex-Klub von Chams Trainer Faruk Maloku wie aus dem Nichts mit 1:0 in Führung, Michael Jonczy war der Schütze. Doch in der Folge schließen die Gäste, verursachten einen Foulelfmeter, den Friedrich Lieder sicher zum 1:1 gegen seinen neuen Verein verwandeln konnte (69.). Unter dem Strich war es ein gerechtes Ergebnis: “Ich bin total leer, kann das alles noch gar nicht begreifen. Jetzt ist der Druck von uns allen abgefallen und wir freuen uns, dass wir den Klassenerhalt gepackt haben”, sagte Maloku nach dem Abpfiff.

SV Seligenporten – DJK Vilzing 0:4 (0:3)

Um 15.46 Uhr brachen alle Dämme bei der DJK Vilzing, als der sehr gute Schiedsrichter Abpfiff. Der Jubel im Schwarz-Gelben Lager, die von mehr als 300 Zuschauern lautstark unterstützt wurden, kannte keine Grenzen. Mitte der erste Halbzeit hatte Vilzing mit drei Treffern binnen sieben Minuten den Aufstieg klar gemacht. Souverän spielten die Huthgarten-Kicker die Partie zu Ende, in der sie nie in Gefahr gerieten. “Ich kann vor dieser Mannschaft einfach nur den Hut ziehen. Super, was jeder Einzelne hier geleistet hat. Der Druck, der auf uns allen lastete, war sehr groß und es war kaum mehr erträglich. Jetzt sind wir nur noch froh, dass wir Titel uns Meisterschaft geholt haben”, freute sich ein nach Bierdusche tropfnasser Vilzinger Coach Beppo Eibl.

(Fotos: Dirk Meier)

SpVgg Hankofen-Hailing – FC Deisenhofen 3:3 (1:2)

Es war noch einmal ein Fußballfest, das die SpVgg Hankofen-Hailing veranstaltete. Am Ende blieben die “Dorfbuam” daheim unbesiegt, weil Daniel Hofer und Tobias Richter im Schlussspurt noch einen 1:3-Rückstand egalisieren konnten. “Das war mal wieder typisch Hankofen, wie die Mannschaft das in den letzten Minuten hinbekommen hat. Der Druck war weg und damit auch die Anspannung gegen einen spielerisch sehr guten Gegner aus Deisenhofen”, fasste Hankofens Trainer Heribert Ketterl das Geschehen zusammen, es folgte die Saisonabschlussfeier mit vielen ehemaligen Spielern.

(Fotos: Karlheinz Becherer)

VfB Hallbergmoos – SV Donaustauf 1:2 (0:1)

Es war ein Herzschlagfinale mit einem erfolgreichen Ausgang für den SV Donaustauf. Denn nach einer Flanke von Belmin Idrizovic köpfte der kleinste Spieler, Marcel Onwudiwe das 2:1-Siegtor (87.). “Wir hatten brutal viele Chancen, mussten lange auf den Siegtreffer warten”, sagt Donaustaufs Trainer Richard Slezak. Die Relegation hätten die Gäste wohl auch so erreicht, denn anscheinend hatte Hallbergmoos im Spielverlauf sechs Spielerwechsel vorgenommen, es wird sich das Sportgericht damit befassen und wahrscheinlich kommt es zu einer 2:0-Spielwertung zu Gunsten der Slezak-Elf.

SpVgg Lam – SV Fortuna Regensburg 1:3 (0:0)

In der Schlussphase ging den “Osserbuam” die Puste aus gegen einen spielstarken Gegner, der seit einem Dreivierteljahr ungeschlagen ist. Zwar holte sich die Fortuna nach 0:1-Rückstand den Pflichtdrei, doch es reichte dennoch nicht für die Meisterschaft. Regensburg muss damit nachsitzen, spielt die Bayernliga-Relegation. Auch Lam muss in die Saisonverlängerung, rutschte durch diese Niederlage in die Entscheidungsspiele gegen den Abstieg.

FC Amberg – SV Neukirchen b. Hl. Blut 1:0 (0:0)

Mit diesem 1:0-Sieg hat sich Aufsteiger FC Amberg auf den letzten Drücker noch direkt die Klasse retten können. Maximilian Witzel war es, der nach einer Stunde auf dem Schanzl für die Gastgeber trafen. Für die “Rosenkranzler” war die Saison längst gelaufen, es wurde mit vier und 56 Punkten die beste in der 99-jährigen Vereinsgeschichte.

1. FC Bad Kötzting – TSV Wacker 50 Neutraubling 6:1 (4:0)

Wie aus einem Guss spielte der 1. FC Bad Kötzting seine finale Partie. Neutraubling hatte keine Chance und die Rotblauen lagen schon zur Pause 4:0 vorne. Der Ehrentreffer für den Absteiger erzielte der TSV Wacker aus einem Strafstoß heraus: “Das war der einzige Torschuss der Gäste”, stellte FCK-Trainer Erich Hartl fest, der mit dem Auftritt seiner Mannschaft sehr zufrieden war.

TSV Bad Abbach – VfB Straubing 0:1 (0:0)

In einem Herzschlagfinale hat sich der VfB Straubing doch noch den schon fast nicht mehr für möglich gehaltenen direkten Ligaerhalt gesichert. Es war ein intensive wie bis zur Schlussminute hochspannendes Match beim Tabellenletzten in Bad Abbach. Die Partie zu Gunsten der Gäubodenstädter entschied Mariyan Angelov per Strafstoß (69.). Damit haben die Mannen von Gregor Mrozek ein kleines Fußballwunder geschafft, denn der VfB war schon abgeschrieben worden.

 
 
 

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