Altes Brauchtum in Niederhausen Am Kirchweihsonntag wurde "gehutscht"

Die "Kirtahutschn" war zu Kirchweih sehr begehrt. Foto: Gemeindearchiv Aschau

Ein Blick in die Historie: Die Niederhausener "Kirtahutschn" – Wo waren sie und wieviele gab es davon im Dorf?

An diesem Sonntag, 18. Oktober 2020 ist Kirchweih. Am Sonntag ist, wie man auf bayerisch sagt "Kirta". Früher war Kirchweih im ländlichen Raum eines der wichtigsten Feste überhaupt. Ursprünglich feierte man an diesem Tag die Weihe der örtlichen Kirche - In Niederhausen die Weihe der Pfarrkirche Sankt Stephanus. Aber Mitte des 19. Jahrhunderts legte man in Bayern einen allgemein gültigen Termin von Kirchweih auf den dritten Sonntag im Oktober fest. Bis dahin war in der Regel die Ernte eingebracht und ein Großteil der Feldarbeiten erledigt, sodass auch Knechte und Mägde loslassen und ausgiebig feiern konnten. Die typischen Kirchweih-Spezialitäten wie in Schmalz gebackene Kirta-Nudeln und Kirchweihganserln oder Entenbraten mit Kartoffelknödel und Blaukraut sind bis heute sehr beliebt und kommen in Altbayern auf den Tisch des Hausherrn.

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