Mai 2019, Matteo besucht die elfte Klasse eines Gymnasiums. Bald wird er seinen Führerschein haben. Es fehlen nur noch wenige Fahrstunden und die praktische Prüfung. Er trifft auf einem Volksfest alte Freunde. Sie tanzen und trinken Bier. Vielleicht zu viel? Die Frage stellt sich Matteo zu dem Zeitpunkt nicht. Das gibt er beim Telefongespräch über seine Erfahrung zu.

1,8 Promille: Matteo begeht eine Straftat

Das Bierzelt schließt. Matteo will weiter zu einer Hausparty. Der damals 17-Jährige heißt eigentlich anders. Er möchte unerkannt bleiben. Mit dem Rad braust er betrunken über die Hauptstraße. Heute ist ihm klar: Das war gefährlich. "Anhalten!", dröhnt es hinter Matteo. Ein Polizeiwagen nähert sich. Die Beamten bestimmen seinen Atemalkohol: 1,8 Promille. Ein Bluttest im Krankenhaus bestätigt den Pegel.

Matteo begeht in dieser Nacht eine Straftat: Trunkenheit im Verkehr. Ab 1,6 Promille muss auch ein Fahrradfahrer eine Geldstrafe fürchten. Aber Matteo hat Glück. Vermutlich stellt die Staatsanwaltschaft sein Verfahren ein, denn vor Gericht muss er nicht.

Zudem drohen nach einer Trunkenheitsfahrt drei Punkte in Flensburg und die Entziehung der Fahrerlaubnis. Für Matteo als Fahrschüler heißt das: Er kann den Führerschein nicht erwerben. Um zu zeigen, dass er doch fähig ist, ein Auto zu fahren, braucht Matteo eine positive Prognose nach einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung, kurz MPU.