Alexander Dobrindt ist bekannt dafür, gut gegen die politische Konkurrenz austeilen zu können. Das tut der Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag und Spitzenkandidat seiner Partei für die Bundestagswahl auch im Gespräch mit unserer Redaktion. Dabei verschont er auch den Koalitionspartner in Bayern nicht. Über Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger sagt Dobrindt: "Er hat in Stil und Sprache inzwischen das Niveau der Querdenker erreicht."

Herr Dobrindt, SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat den Unionskonkurrenten, CDU-Chef Armin Laschet, in den Umfragen überholt. Wäre das mit CSU-Chef Markus Söder auch passiert?

Alexander Dobrindt: Armin Laschet ist unser Kanzlerkandidat und wir arbeiten gemeinsam mit voller Unterstützung für ihn für einen Wahlerfolg am 26. September. Der Wettbewerb zwischen CDU und CSU um die Kanzlerkandidatur gehört zum demokratischen Prinzip, aber er ist abgeschlossen. Wir haben ein gemeinsames großes Interesse, dass die Unionsparteien nicht nur als Erste durchs Ziel gehen, sondern auch, dass gegen uns nicht regiert werden kann. Dafür kämpfen wir mit aller Kraft.

Viele haben den Eindruck, Laschet tritt von einem Fettnäpfchen ins nächste, ist aber gleichzeitig unkonkret, was politische Inhalte angeht. War er die richtige Wahl?