Album-Tipp "Reprise" von Moby verbindet Dance und Klassik

Auf seinem Best-of „Reprise“ lässt Moby klassische Elemente miteinfließen. Foto: Universal Music

Moby lässt mit seinem neuen Album „Reprise“ die Grenzen der bekannten Genres verschwimmen.

Ein Best-of-Album zu veröffentlichen, ist keine große Kunst. Die erfolgreichsten Singles auf eine neue Platte packen – fertig. Minimaler Einsatz, maximaler Ertrag. Der US-amerikanische Producer Moby wählte für sein neues Album eine andere Herangehensweise. Bekannt wurde er vor allem für seine elektronischen Dance-Klassiker.

Die Musik: Zwar handelt es sich auch bei „Reprise“ um ein Best-of, jedoch nur auf den ersten Blick. Moby (Richard Melville Hall) lässt seine größten Erfolge in völlig neuem Gewand auftreten. So verbindet er die ursprünglichen Versionen mit klassischen Einflüssen. Aus „Natural Blues“ entsteht so eine Symphonie. Orchester und Chor begleiten die sonst einstimmige Single. Aus Elektronischem wird eine Reise in die musikalische Vergangenheit. Zusammen mit dem Budapest Art Orchestra erschafft Moby verletzliche Versionen seiner eigenen Werke. Diese musikalische Wandlung vom Rave zum Chor klingt allerdings härter, als sie ist. Zu gelungen sind die einzelnen Aufarbeitungen. Die Grenzen zwischen den Genres verschwimmen und es entsteht neue, erstaunliche Musik. Diese Verwandlung passt zum Künstler Moby hervorragend. Bereits seit den 1990er-Jahren machte er stets unkonventionelle Musik. Moby erfindet sich als bekannter Produzent immer wieder neu. Ob „Reprise“ seine letzte Verwandlung ist, bleibt abzuwarten.

Hier die "Reprise"-Version von "Natural Blues" von Moby ft. Gregory Porter & Amythyst Kiah:

In aller Kürze: Der US-amerikanische Produzent Moby veröffentlicht in „Reprise“ seine Dance-Klassiker in neuem Gewand. Mit einem Orchester erschafft er so eine komplett neue Welt der Musik.

Fazit: Das Album erstaunt auch ein Jahr nach seinem Erscheinen noch immer. Prominente Gäste wie die Sänger Gregory Porter und Skylar Grey vervollständigen das Bild dieser musikalischen Wandlung.

Als Techno-Anhänger hat „Reprise“ in der Spotify-Bibliothek unseres Autors eigentlich nichts zu suchen. Trotzdem schafft es diese spannende Mischung aus Dance und Klassik immer wieder in die Playlists. Erinnerungen an die Werke von Alex Christensen und dem Produzenten Schiller werden mit den Liedern wach. „Reprise“ ist damit genau das, was Produzent Moby immer sein wollte: ein unkonventioneller Künstler.

 
 
 

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