Aktionswoche Polizei erwischt über 2.000 Raser in der Oberpfalz

Die Polizei hat in der Oberpfalz zwischen 12. und 19. Juli 2.259 Raser erwischt (Symbolbild). Foto: Angelika Warmuth/dpa

Immer wieder müssen Menschen sterben, weil Autofahrer viel zu schnell fahren. Das Polizeipräsidium Oberpfalz hat deshalb eine Aktionswoche gegen Raser auf Landstraßen durchgeführt und über 2.000 Raser erwischt.

In der Oberpfalz verloren im Jahr 2020 47 Menschen bei Verkehrsunfällen ihr Leben, wie die Polizei mitteilte. Davon starben 35 Menschen auf Landstraßen. In über einem Drittel der Fälle war überhöhte Geschwindigkeit die Ursache.

Die Polizei hat festgestellt, dass sie das Unfallrisiko durch Aktionen wie Geschwindigkeit überwachen senken kann. Deshalb überprüften die Beamten zwischen 12. und 19. Juli auf Landstraßen in der Oberpfalz intensiv die Geschwindigkeit. Als Hilfsgeräte setzten sie Blitzer, Handlaser-Messgeräte, Überwachungsfahrzeuge und den Enforcement Trailer ein.

Im Aktionszeitraum überprüften die Beamten bei mehr als 87.242 Fahrzeugen die Geschwindigkeit. Davon waren 2.259 zu schnell unterwegs. Das ergibt eine mittlere zweistellige Anzahl an Fahrverboten.

Den Höchstwert erreichte ein Autofahrer auf einer Landstraße im Landkreis Neustadt an der Waldnaab. Bei einer erlaubten Geschwindigkeit von 70 Stundenkilometer fuhr er mit 159 Stundenkilometer mehr als doppelt so schnell. Er muss nun mindestens 600 Euro Strafe zahlen, bekommt zwei Punkte im Verkehrszentralregister und ein drei monatiges Fahrverbot.

Die Polizei erwischte nicht nur Schnellfahrer, sondern auch Fahrer, die ohne Gurt unterwegs waren oder telefoniert haben. Einige fuhren sogar ohne Fahrerlaubnis.

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