Bereits seit Oktober hinterlässt ein Feuerteufel im Raum Gerzen eine Spur der Verwüstung. Was relativ harmlos mit einigen brennenden Holzstapeln im offenen Gelände begann, gipfelte am Montagabend, 8. Dezember, in einen Scheunenbrand. Schadenssumme hier: rund 110.000 Euro.

Mittlerweile sind es also sechs Fälle, die auf das Konto des Pyromanen gehen. Daher wurde nun bei der Kripo Landshut eigens eine Ermittlungsgruppe eingerichtet, um dem Zündler endlich das Handwerk zu legen. "Sowohl Kripo als auch Staatsanwaltschaft arbeiten mit Hochdruck an den Fällen", so Michael Emmer, Sprecher der Polizei Niederbayern. Gleichzeitig bittet man auch die Bevölkerung um entsprechende Hinweise.

Kurze Fallauflistung: Am 8. Oktober brannte es gleich zwei Mal, in Bodenkirchen und Johannesbrunn. Ein weiterer Brand ereignete sich am Freitag, 31. Oktober, im Bereich Gerzen. Fall vier war am Donnerstag, 13. November, gegen 20.30 Uhr zu verzeichnen. Hier brannte im Jesendorfer Wald ein Wiedhaufen in der Größe 5 x 8 Meter. Der Schaden hier im unteren dreistelligen Eurobereich.

Am Donnerstag, 4. Dezember, schlug der Täter dann zum fünften Mal zu. Diesmal in der Nähe eines Bauernhofes in Pelzgarten bei Gerzen. Der Sachschaden hier ebenfalls im niedrigen dreistelligen Eurobereich.

Der schwerwiegendste Brand dann am Montagabend, 8. Dezember, in Aham. Dort brannte eine Scheune völlig ab. Darin waren nicht nur rund 600 Strohballen und Hackschnitzel untergebracht, sondern auch Landwirtschaftsmaschinen. Hier liegt der entstandene Schaden bei rund 110.000 Euro.

Das Feuer wütete dort derart schlimm, dass es am Folgetag immer noch brannte.

Personen kamen bisher zum Glück in keinem der Fälle zu schaden. Dennoch gilt es, dem Feuerteufel natürlich schnellstmöglich das Handwerk zu legen.

Wer hat verdächtige Wahrnehmungen gemacht, die mit den Bränden in Zusammenhang stehen können? Wer kann Hinweise auf den oder die Brandstifter geben?
Hinweise nimmt die Kripo Landshut unter Telefon 0871/9252-0 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.