Afrikanische Schweinepest Neue Checkliste soll Einschleppung verhindern

Besonders für Wild - und Hausschweine besteht eine hohe Ansteckungsgefahr. Für Menschen ist der Erreger unbedenklich. (Symbolbild) Foto: Jens Büttner/dpa

ASP - Mit diesen drei Buchstaben müssen sich Schweinebauern momentan verstärkt auseinander setzen. Das Kürzel steht für Afrikanische Schweinepest und die ist in Europa auf dem Vormarsch. Für die Schweinehalter der Region gibt es nun eine Checkliste, damit die Seuche in Deutschland gar nicht erst Fuß fasst. 

Das Friedrich-Löffler-Institut hat eine Checkliste der einzuhaltenden Schweinehaltungshygiene-Verordnung erstellt, die auch das Veterinäramt und das Landratsamt Landshut online zur Verfügung stellen. Biosicherheitsplan, bauliche Voraussetzungen oder Hygienemaßnahmen werden hier beleuchtet. „Jeder schweinehaltende Betrieb, jeder Transporteur, kann und muss dazu beitragen, die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu verhindern. Wir müssen versuchen, die Seuche so lange wie möglich – und im besten Falle ganz – von unserer Region fernzuhalten. Die Folgen eines Ausbruchs, egal ob im Wildschwein- oder Haustierbestand, wären katastrophal für unsere Landwirtschaft“, erklärt der Landshuter Veterinäramtsleiter Dr. Manfred Kurpiers.

Von Seiten des Veterinäramtes ist man sich im Klaren, dass die Umsetzung der angesprochenen Maßnahmen einen Mehraufwand für die Betriebe bedeutet – doch jeder müsse seinen Teil dazu beitragen, um den Ausbruch der Seuche in unserer Region zu verhindern. Im Falle eines Seuchen-Ausbruchs wären Maßnahmen zu ergreifen, die verheerende wirtschaftliche Folgen haben und die betriebliche Tierhaltung in der Region nachhaltig schädigen würden. Bei einer Infektion in einem Hausschweinbestand wären Maßnahmen der Tierseuchenbekämpfung anzuwenden, was auch die Keulung aller Tiere in infizierten Beständen und die Ausweisung großer „stand-still“-Zonen zur Folge hätte. Wirtschaftlich wäre mit umfassenden und großräumigen Handelsbeschränkungen bei lebenden Tieren, aber zusätzlich bei deren Fleisch und verarbeiteten Produkten zu rechnen – auch wenn ausschließlich bei Wildschweinen in der Region die Krankheit festgestellt werden würde.

Auch in 2018 sind mehrere tausend ASP-Infektionen – vornehmlich bei Wildschweinen festgestellt worden. Schwerpunkte sind weiter das Baltikum und Polen, aber auch aus Tschechien, Ukraine, Rumänien und Ungarn sind Fälle bekannt, sogar aus China wird aktuell ein Ausbruch gemeldet. Während in den meisten Ländern Wildschweine das Gros der infizierten Tiere darstellen, breitet sich das Virus in Rumänien vor allem in den Hausschweinbeständen aus. Der Erreger ist für den Menschen und Haustiere wie Hunde und Katzen völlig unbedenklich, nur Wild- und Hausschweine sind ansteckungsgefährdet.

 

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