Afghanistan Steinmeier sagt wegen Afghanistan Opernbesuch in Bayreuth ab

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa/Archivbild/dpa

Bayreuth - Angesichts der zugespitzten Lage in Afghanistan hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier einen für diesen Montag geplanten Besuch der Bayreuther Wagner-Festspiele abgesagt. Das bestätigten ein Festspiel-Sprecher und das Bundespräsidialamt. Eigentlich wollte sich Steinmeier eine "Tannhäuser"-Inszenierung ansehen.

Der Bundespräsident werde im Laufe des Tages unter anderem mit Außenminister Heiko Maas (SPD) und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) sowie mit Fachleuten für die Region telefonieren, sagte die Sprecherin in Berlin. Er wolle sich ein eigenes Bild von der dramatischen Situation in Afghanistan machen.

Das Land befindet sich inzwischen faktisch in der Hand der militant-islamistischen Taliban. Der afghanische Präsident Aschraf Ghani setze sich am Sonntag ins Ausland ab. Nur wenige Stunden später nahmen die Taliban den Präsidentenpalast in der Hauptstadt Kabul ein. Die Bundesregierung versucht unter Hochdruck, mit Hilfe der Bundeswehr Mitarbeiter der inzwischen geschlossenen deutschen Botschaft und andere Deutsche sowie afghanische Ortskräfte außer Landes zu bringen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) besuchte die Festspiele im Juli, ein Besuch gemeinsam mit ihrem Mann Joachim Sauer gehört für sie mittlerweile zur Tradition. Als letzter amtierender Bundespräsident war nach Angaben der Stadt Bayreuth 2013 Joachim Gauck zu Gast gewesen.

© dpa-infocom, dpa:210816-99-857175/2

 
 
 

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