Berlin - Afghanen, die geflüchteten Familienangehörigen nach Deutschland folgen wollen, müssen für ihre Visaanträge reisen - ins pakistanische Islamabad oder ins indische Neu-Delhi. Die deutschen Botschaften in diesen beiden Städten sind zur Bearbeitung mit insgesamt acht Mitarbeitern aufgestockt worden. Das geht aus einer Antwort des Auswärtigen Amtes auf eine Frage der Grünen-Abgeordneten Luise Amtsberg hervor. Die Botschaft in der afghanischen Hauptstadt Kabul ist seit einem schweren Anschlag im Mai 2017 nur eingeschränkt arbeitsfähig. Flüchtlinge mit eingeschränktem Schutzstatus dürfen seit August 2018 wieder Familienangehörige nach Deutschland holen.