Äthiopien FC Bayern eröffnet Fußball-Schule in Addis Abeba

Im Rahmen der Äthiopienreise des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) fand im Yidnekachew Tessema Stadium in Addis Abeba der „Kickoff“ für die Schule statt. Foto: Dr. Gerald Schneider

Äthiopien gehört nicht gerade zu den großen Fußballnationen. Auf der Fifa-Weltrangliste rangiert das Land gerade einmal auf Platz 150 (von 211). Dennoch, oder gerade deswegen, hat der FC Bayern München in der Hauptstadt Addis Abeba am Mittwoch eine Fußballschule eröffnet. Und den FC Bayern kennt man natürlich auch hier.

Im Rahmen der Äthiopienreise des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) fand im Yidnekachew Tessema Stadium in Addis Abeba der „Kickoff“ für die Schule statt. „Der FC Bayern will hier junge Talente finden“, sagte Söder und vielleicht werde der eine oder andere einmal bei „einem der großen europäischen Vereine spielen und vielleicht sogar in der Champions League“.

FC-Bayern Vorstandsmitglied Jörg Wacker sprach davon, dass der Fußball „die Menschen verbindet“. Seine Verein habe auf der ganzen Welt Fanclubs, aber noch nicht in Athiopien. Er hoffte, dass sich das nun ändern werde.

Dass es bei dem Engagement in Äthiopien nicht nur um Geschäft und das Finden neuer Talente geht, stellte FC-Bayern Markenbotschafter und Ex-Bayern-Profi Giovane Elber heraus, der den Ministerpräsidenten immer wieder auf einzelnen Stationen seiner Reise begleitete. Wenn man in Afrika gute Spieler finden wolle, müsse man nach Ghana oder Südafrika gehen. Aber womöglich fänden sich auch in Äthiopien junge Talente.

Dennoch gelte, „nicht jeder kann Profi werden“, aber darum gehe es auch nicht, sondern darum „durch den Sport ins Leben zu finden“, erklärte Elber. Somit habe das Engagement in Addis Abeba auch einen sozialen Ansatz. Wichtig sei, dass die Jugendlichen „weg von der Straße“ seien. Zudem werde es auf Trainerebene einen Austausch zwischen seinem Verein und Äthiopien geben, um den äthiopischen Kollegen zu zeigen, „wie man als Trainer professionell arbeitet“. Da sieht Elber noch Nachholbedarf.

Söder ließ es sich im Anschluss an die offizielle Eröffnung zusammen mit Wacker und Elber nicht nehmen, im Turnier von acht Mannschaften den ersten Ball zu kicken.

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