Advent in Ostbayern Das ist der Stand der Dinge bei den Weihnachtsmärkten

Die Freyung als Kulisse des Christkindlmarktes - das ist 2020 fraglich. Foto: LZ-Archiv

Wegen der Corona-Pandemie wurden zahlreiche Weihnachts- und Christkindlmärkte in der Region für das Jahr 2020 abgesagt. Andernorts nehmen die Veranstalter die Herausforderung Covid-19 an und entwickeln Hygiene-Konzepte, um trotz unklarer Pandemiesituation Vorweihnachtsstimmung aufkommen zu lassen.

Wörth an der Donau: Abgesagt

Bereits am 11. September machten die Verantwortlichen der Stadt Wörth an der Donau die Absage des Weihnachtsmarkts offiziell. Ein Marktbetrieb unter Einhaltung von Hygienekonzepten würde wenig Sinn machen, hieß es von der Verwaltung.

Regensburg (Stadt): Mit Einschränkungen

Ende August kündigte die Stadt Regensburg für die über die Stadt verteilten Christkindlmärkte ein eigenes Konzept an, das die Einhaltung bestimmter Hygieneregeln möglich machen soll. So sollen etwa auf dem Neupfarrplatz statt der bisher 69 nur noch 30 Stände stehen. Die Stadt hat außerdem die Öffnungszeiten der Märkte beschränkt: Nach 20 Uhr darf nicht mehr verkauft und nicht mehr ausgeschenkt werden.

Regensburg (Romantischer Weihnachtsmarkt): Findet statt

„Trotz allen Herausforderungen, die die augenblickliche Pandemiesituation für uns alle bereithält, gehen wir fest davon aus, dass der Romantische Weihnachtsmarkt auf Schloss Thurn und Taxis stattfinden wird“, schreiben die Veranstalter vom Fürstenhaus Thurn und Taxis. Der Markt findet im weitläufigen Schlosspark statt. Die Veranstalter schreiben weiter: „Da uns Ihre Sicherheit am Herzen liegt, erarbeiten wir gerade akribisch Lösungen, um auch in Corona- Zeiten für Sie- unsere Besucherinnen und Besucher- ein sicheres Refugium zu sein. Unser ohnehin aufwendiges Sicherheitskonzept ergänzen wir dieses Jahr mit einem fundierten und der Situation angemessenen Hygienekonzept.“

Deggendorf: Mit Einschränkungen

Die Stadt Deggendorf will den Christkindlmarkt nach eigenen Angaben an die Pandemie-Bedingungen anpassen. Ein Konzept dafür steht allerdings noch nicht. Die Organisatoren führen Gespräche mit den Fieranten. Näheres soll erst im Herbst beschlossen werden.

Straubing: Abgesagt

Aufgrund der coronabedingten Einschränkungen haben Organistator Josef Stelzl und die Verantwortlichen der Stadt Straubing den Christkindlmarkt 2020 abgesagt. Laut Stelzls Einschätzung lässt sich der Markt unter den gegenwärtigen Vorgaben und Bedingungen nicht wirtschaftlich durchführen. Das Stadtmarketing arbeitet allerdings an einer Ersatzveranstaltung. Außerdem soll der traditionelle Straubinger Adventskalender stattfinden. Der Kalender ist eine Benefizverlosung zu Gunsten der Aktion Freude durch Helfen.

Cham: Soll nach Möglichkeit stattfinden

Auf weihnachtliches Flair am Marktplatz sollen die Chamer heuer trotz Corona nicht verzichten müssen. Wenn es das Infektionsgeschehen im Dezember zulässt, soll es auch eine Budenstadt geben.

Landshut: Mit Einschränkungen

Für den Landshuter Christkindlmarkt gibt es noch keine Entscheidung. Laut den Verantwortlichen der Stadt ist aber davon auszugehen, dass es keinen Christkindlmarkt in seiner gewohnten Form geben wird. Derzeit würden alternative Konzepte geprüft.

Moosburg: Noch ungewiss

Über den Christkindlmarkt am Zehentstadel in Moosburg haben die Verantwortlichen derzeit noch keine Entscheidung getroffen. Eine der Attraktionen des Marktes ist eine lebende Krippe, bei der Darsteller die Weihnachtsgeschichte lebendig werden lassen.

Sankt Englmar: Abgesagt

Der romantische Weihnachtsmarkt am Waldwipfelweg ist normalerweise eine der Attraktionen im Bayerischen Wald zur Vorweihnachtszeit. Doch dieses Jahr wird nichts draus. Die Veranstalter wollen das Risiko nach eigenen Angaben nicht eingehen. Sowohl der romantische Weihnachtsmarkt als auch der Wintermarkt nach Weihnachten sind für 2020 abgesagt.

Bad Kötzting: Noch ungewiss

In Bad Kötzting haben Veranstalter und Kommune nach eigenen Angaben noch keine Entscheidung darüber gefällt, ob der traditionelle Christkindl-Markt stattfinden kann. Schon jetzt steht fest: Viele der Attraktionen wie etwa der Weihnachts-Express oder die begehbare Krippe werden wohl mit den gegenwärtigen Abstands- und Hygieneregeln nur schwer zu realisieren sein.

Bogen: Abgesagt

Die traditionelle Vorweihnacht auf dem Bogenberg mit romantischem Weihnachtsmarkt ist nach Angaben der Verantwortlichen „definitiv abgesagt“. Die Werbegemeinschaft Bogen, die den Weihnachtsmarkt üblicherweise ausrichtet, müsste persönlich für etwaige Infektionen im Umfeld des Marktes haften. Durch die Buden, die auf dem Bogenberg fest installiert sind, seien Abstandsregeln schwer zu erfüllen. Die Stadtverwaltung prüft derzeit, ob als Ersatzveranstaltung einige Buden auf dem Stadtplatz aufgestellt werden können.

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