Inzwischen birgt bald jedes noch so alltägliche Thema Potenzial zum Streiten: Ist es rücksichtslos, am Wochenende "ins Grüne" respektive zum Rodeln zu fahren - vorausgesetzt man lebt nicht in einem "Hotspot"? Darf ich die Kollegin darauf hinweisen, dass es keine gute Idee war, an den Feiertagen die vielen Verwandten zwar nicht gleichzeitig, aber hintereinander einzuladen? Muss der Onkel schon deshalb dem Lager der Coronaleugner zugeordnet werden, weil er bezweifelt, dass die weitere Schließung seines Sportgeschäfts - in dem er die AHA-Regeln minuziös befolgt hat - etwas am Verlauf der Pandemie ändert? Und ist man ein "Impfnationalist", wenn man der Bundesregierung vorwirft, innerhalb der Europäischen Union auf die falsche Strategie bei der Beschaffung des Impfstoffes gesetzt zu haben?