Ab Mittwoch Verdi ruft auch in Niederbayern zu Warnstreiks auf

Ab Mittwoch soll in Niederbayern an mehreren Orten gestreikt werden. Das teilte die Gewerkschaft Verdi mit. (Symbolbild) Foto: Ina Fassbender/dpa/Symbolbild/dpa

Die Gewerkschaft Verdi ruft ab Mittwoch wieder zu Warnstreiks in Bayern auf. In Niederbayern sollen Mitarbeiter einiger Straßenmeistereien auf die Straße gehen. Sie unterstützen damit den parallel stattfindenden Streiktag am Universitätsklinikum in Regensburg.

Betroffen sind die Straßenmeistereien in Landshut, Abensberg, Dingolfing, Deggendorf, Vilshofen und Pfarrkirchen sowie die Flussmeisterstellen in Neustadt a.d. Donau, Dingolfing und Pfarrkirchen. Das teilte Verdi am Montag mit. 

„Die öffentlichen Arbeitgeber nutzen die schwierige Pandemiesituation schamlos aus und setzen weiterhin auf eine kompromisslose Blockadehaltung bei gleichzeitiger Forderung von Einschnitten", klagt Christoph Kittel, Gewerkschaftssekretär in Niederbayern. Das sei nicht nur gegenüber den  Mitarbeitern im Gesundheitswesen und ihrer enormen Leistung respektlos, sondern auch gegenüber all den anderen Beschäftigten im öffentlichen Dienst, die seit Beginn der Pandemie den Laden am Laufen halten würden. 

Dritte Verhandlungsrunde geplant

Die Warnstreiks sollen der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) bei der dritten Verhandlungsrunde am 27. und 28. November zeigen, dass die Beschäftigten sich auch unter schwierigen Bedingungen nicht jede Respektlosigkeit gefallen lassen würden. Der Unmut der Beschäftigten gerade im Gesundheitswesen habe durch die Ignoranz der enormen Belastungssituation durch die Arbeitgeber nunmehr einen Höhepunkt erreicht, sagen die bayerischen ver.di-Tarifkoordinatoren Peter Hoffmann und Norbert Flach. Die extreme Arbeitssituation, die bereits vor der Pandemie vorhanden gewesen sei und durch diese nochmals gesteigert wurde, müsse zu einer spürbaren finanziellen Anerkennung führen.

Verdi fordert für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder Einkommenserhöhungen von fünf Prozent, mindestens aber 150 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Beschäftigte des Gesundheitswesens sollen monatlich 300 Euro mehr erhalten. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 100 Euro angehoben werden.

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