Ab Ende März Staatliches Bauamt saniert das Kupfereck in Landshut

Ab Ende März saniert das Staatliche Bauamt Landshut gemeinsam mit der Stadt Landshut das Kupfereck. Foto: Tobias Nagler/Staatliches Bauamt Landshut

Es ist eines der Einfallstore der Stadt Landshut: das Kupfereck. Hier trifft die B11 auf die B15, in der Spitze passieren täglich bis zu 30.000 Fahrzeuge den Knotenpunkt – eine starke Beanspruchung, die sich mittlerweile auch im Zustand der Fahrbahn erkennbar macht. Nun saniert das Staatliche Bauamt Landshut gemeinsam mit der Stadt Landshut für rund 4,3 Millionen Euro das Kupfereck und macht es fit für die Herausforderungen der Zukunft. Los geht es Ende März, teilte das Staatliche Bauamt in einer Pressemeldung mit. 

Daneben sollen Verkehrsfluss, Schulwegsicherheit und Barrierefreiheit sowie die Situation von Fußgängern und Radfahrern verbessert werden. Abgeschlossen ist die Maßnahme Ende November 2022.

Nach der Wittstraßen-Sanierung vom Kupfereck bis zur Luitpoldbrücke in den Jahren 2020 und 2021 wird nun der restliche Bereich der B11 über den Ortsausgang hinaus sowie das Kupfereck selbst und ein Teil der Neuen Bergstraße grundlegend erneuert. Nach Fertigstellung der Maßnahme ist es dann unter anderem möglich, auf der B15 von der Wittstraße zweispurig bis in die Neue Bergstraße auf Höhe der Einmündung Ruffinstraße zu fahren.

Auch stadteinwärts wird die B15 im Bereich des Kupferecks künftig durchgehend mit zwei Fahrspuren in die Wittstraße geführt. Die zwei bestehenden Fahrspuren zur B11 in Richtung München werden neu aufgeteilt: in eine Fahrspur Richtung München und eine Fahrspur ausschließlich zum Isarsteg. Die Linksabbiegespur in Richtung Äußere Münchener Straße entfällt aus Platzgründen. Auf der B11 wird es stadtauswärts nur noch einen Fahrstreifen geben, stattdessen entsteht eine Rechtsabbiegespur aus Richtung München nach Süden respektive in die Innere Münchener Straße.

Mehr Verkehrssicherheit 

Zudem soll rund ums Kupfereck die Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer und insbesondere für Schulkinder verbessert werden. Sie alle profitieren unter anderem von einem breiteren Geh- und Radweg. Neben den Arbeiten an der Straße werden auch die Entwässerungseinrichtungen auf den neuesten Stand gebracht, Leitungen für die Stromversorgung und die Straßenbeleuchtung erneuert, die Gas- und Wasserleitung in Teilbereichen ausgetauscht und in der Neuen Bergstraße ein neuer Kanal verlegt.

Um den Verkehr weitestgehend aufrecht erhalten zu können, wird die Maßnahme in mehrere Bauphasen unterteilt. Die Umleitungen innerorts sind von den jeweiligen Bauphasen abhängig und werden rechtzeitig bekanntgegeben. Schwerverkehr und Durchgangsverkehr nehmen stadteinwärts generell großräumige Umleitungen: auf der B 15 Richtung Landshut ab Taufkirchen über Vilsbiburg (B 388/B 299), auf der B 11 Richtung Landshut ab Tiefenbach über Ast und Hachelstuhl (LA 17/LA 27).

Der PKW-Verkehr stadtauswärts muss bis auf wenige Ausnahmen nicht umgeleitet werden. Auch die Stadtbusse verkehren nach Plan. „Uns ist natürlich bewusst, dass durch die Maßnahme ein wichtiger Knotenpunkt ein halbes Jahr lang nur eingeschränkt zur Verfügung steht. Wir geben unser Bestes, damit die Bauarbeiten zügig vorankommen. Lärm und Schmutz lassen sich aber leider nicht vermeiden, ebenso wenig Beeinträchtigungen für Fußgänger, Rad- und Autofahrer“, sagt Robert Bayerstorfer, Bereichsleiter Straßenbau am Staatlichen Bauamt, und ergänzt: „Generell ist der Erhalt einer leistungsfähigen Infrastruktur von zentraler Bedeutung, im Fall des Kupferecks ist die Maßnahme sogar mit punktuellen Verbesserungen für alle Verkehrsteilnehmer verbunden.“

"Notwendige Maßnahme"

Auch wenn die Maßnahme mit Einschränkungen verbunden ist: „Es ist eine notwendige Maßnahme“, sagt Oberbürgermeister Alexander Putz. Durch den Umbau werde die Leistungsfähigkeit dieses für die Stadt wichtigen Verkehrsknotenpunktes verbessert und die Funktionsfähigkeit dieser hochbelasteten Straße sichergestellt.

Vor allem aber, ergänzt Putz, profitieren die Verkehrsteilnehmer von dem Umbau, besonders auch die Fußgänger und Radfahrer – es würden Gefahrenstellen minimiert und die Schulwegsicherheit erhöht. Hier lobte der Oberbürgermeister das Staatliche Bauamt für den vorangegangenen engen Austausch und die konstruktive Zusammenarbeit mit der Stadt sowie auch dem Elternbeirat der Karl-Heiß-Schule.

Was die Durchführung der Baustellen- und Verkehrsabwicklung während der einzelnen Bauphasen angeht, zeigt sich Putz angesichts der vorausschauenden Planungen des Staatlichen Bauamts und nicht zuletzt der planmäßig verlaufenen Wittstraßen-Sanierung sehr zuversichtlich. Den Auftrag hat nach öffentlicher Ausschreibung die Firma Streicher aus Deggendorf erhalten. Für alle Interessierten und insbesondere Anlieger findet am Dienstag, 8. März um 18 Uhr eine Online-Infoveranstaltung statt. Der Link dazu findet sich auf der Homepage des Staatlichen Bauamts (www.stbala.bayern.de). 

Weitere Artikel

 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading